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Volume Heft 7

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 42.2008 (Rights reserved)

Themen Informationsvermittlung 758 Bibliotheksdienst 42. Jg. (2008), H. 7 tegie zu verfolgen. Die Suche der männlichen Teilnehmer war demnach häufiger aktiv im Sinne einer Strategieverfolgung.56 Eine andere Frage stellte darauf ab, welche Webseiten von den Studienteilneh- mern gezielt und ohne Verwendung einer Suchmaschine aufgerufen werden, um Informationen zu einer vorgegebenen Aufgabenstellung57 zu erhalten. Die abge- geben Antworten wurden den Kategorien generische Online-Lexika (25,7%), the- menspezifische Websites (24,1%), bibliothekarische Informationssysteme (3,6%), „keine Angabe“ (31,3%) und Meta-Ebene (24,1%) zugeordnet. Auffällig ist auch hier der geringe Anteil derjenigen Teilnehmer, die den Online-Katalog oder die Informationsseiten der Universitätsbibliothek nutzen. Auch der Prozentsatz derer, die keine Angaben machten, ist sehr hoch und könnte möglicherweise dahinge- hend gewertet werden, dass diese Probanden schlichtweg keine Kenntnisse über Informationsquellen haben58. Die Kategorie Meta-Ebene umfasst Antworten, die eine Suchstrategie enthalten, aber auch solche Erklärungen, welche die Ratlosig- keit der Probanden signalisieren,59 und untermauert zudem obige Vermutung. Innerhalb der Meta-Ebene gaben mehr als die Hälfte der Befragten (52,2%) an, „keine Ahnung“ zu haben und etwas weniger Teilnehmer (47,8%) ließen bei ihren Antworten zumindest eine Suchstrategie erkennen. Im Zusammenhang mit diesen abgegebenen Erklärungen sind im Untersuchungs- sample keine geschlechts- oder ausbildungsspezifischen Unterschiede zu erken- nen. Fasst man die Kategorien „keine Angabe“ und „keine Ahnung“ innerhalb der Meta-Ebene zusammen, so zeigt sich, dass etwa 40% der befragten Personen ohne Suchmaschinen Schwierigkeiten haben, Fachinformationen zu beschaffen. 56 Vgl. Schmidt-Mänz, Fußnote 43, S. 117. Zu geschlechtsspezifischen Unterschieden im Kenntnisstand und in der Nutzung elektronischer wissenschaftlicher Information siehe Klatt et al., Fußnote 16. 57 Siehe Anm. 48. 58 Gerade bei dieser Frage wurde im Vergleich zu den anderen auffällig häufig keine Angabe gemacht; die restlichen Fragen erreichten regelmäßig eine nahezu voll- ständige Beantwortung. 59 Als Beispiele hierfür sind „keine Ahnung“ oder „?“ zu verstehen.
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