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Volume Heft 7

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 42.2008 (Rights reserved)

Themen Informationsvermittlung 746 Bibliotheksdienst 42. Jg. (2008), H. 7 Insgesamt kann die Medienausstattung der Probanden als sehr gut bezeichnet werden, so dass auftretende Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Informa- tionen weniger auf die technischen Möglichkeiten des Einzelnen, sondern viel- mehr auf mangelnde Kenntnisse und Fähigkeiten im Bezug auf Suchstrategien und Retrievaltechniken zurückzuführen sind.27 4.2 Verfahrensweisen der Informationsbeschaffung und -verwertung Zunächst stand die Frage nach der allgemeinen Vorgehensweise bei der Suche nach Fachinformationen und der dabei verwendeten Informationsmittel im Vor- dergrund: Hierbei waren bewusst keine Kategorien vorgegeben, so dass zuerst eine Auswertung hinsichtlich der praktizierten Recherchemethoden erfolgte. Die folgenden Beispielantworten illustrieren das Antwortspektrum und geben zugleich einen ersten Eindruck davon, welches Suchverhalten Schüler und Stu- dierende bei der Informationsbeschaffung haben: • Beispiel 1: „Suchbegriff eingeben (Google) – Gefundenes auswerten, ggf. downloaden – Information am Computer gliedern, ergänzen, ausformulieren, ausdrucken, fertig“ • Beispiel 2: „Bei Google.de – sehen, was rauskommt; bei mäßigem Erfolg: Bibliothek“ • Beispiel 3: „Bei Google Suchbegriff eingeben – Suchergebnisse durchsuchen, – beste heraussuchen + zusammenfassen“ • Beispiel 4: google.de Suchbegriff eingeben, eines der ersten fünf ausgeben. Fertig“ • Beispiel 5: „Beschaffen von I-Adressen mit umfassenden Informationen von kompetenten Urhebern – Texte auf wichtiges und wissenswertes analysieren – unklare Begriffe mittels Lexikon o. Internet klären – Plan erstellen – Reinarbeit, intensive Ausarbeitung“. Auffällig ist bereits an diesen Beispielen die Reduktion der Informationsrecherche auf das Internet; Printmedien spielen zunächst eine untergeordnete Rolle. Das Beispiel 3 lässt erkennen, dass das Problem der Qualitätsbewertung28 von im In- ternet gewonnener Information zwar intuitiv erkannt wird, eine differenzierte an- schließende Recherche dennoch unterbleibt. Das Beispiel 4 bestätigt das Ergebnis bisheriger Untersuchungen zur Problematik der Google-Suche, vor allem dann, 27 Vgl. hierzu Klatt et al., Fußnote 16, S. 104f. 28 Diese in der Praxis wohl gängigen Vorgehensweisen stehen im Widerspruch zu den Angaben der ZB MED-Studie, wonach die Qualität der Information für 96% der Befragten Studenten den höchsten Stellenwert besitzt. Vgl. Mummert Consulting, Fußnote 2, S. 33.
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