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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue42.2008 (Rights reserved)

Themen Erwerbung 658 Bibliotheksdienst 42. Jg. (2008), H. 6 Nutzungsstatistiken zu bekommen. Derzeit gibt es dafür am Markt wenige fer- tige Produkte, wie Scholarly Stats (MPS), das Bibliotheksstatistiken für ca. 70.000 E-Zeitschriften und 450 Datenbanken aufbereitet, die über 46 Plattformen ange- boten werden. Grundsätzlich gilt es laut Kirchgäßner eine Entscheidung zu treffen zwischen einer Eigenentwicklung, dem Einkauf einer Dienstleistung und der Möglichkeit, eine Dienstleistung gemeinsam – als Verbundlösung – zu entwickeln. Unabhängig vom jeweils gewählten Lösungsansatz liegt das gemeinsame Ziel darin, regelmä- ßige Datenlieferungen und eine maßgeschneiderte Auswertung sicherzustellen, und auch flexible Auswertungen bei geringem Aufwand zu ermöglichen. Danach wurde von Wolfgang Mayer (UB Wien) Ulrich’s Serials Analysis System (USAS)7 vorgestellt. Dabei handelt es sich weder um ein integriertes System noch um ein Werkzeug zur Erstellung von Nutzungsstatistiken. Als wesentlicher Vorteil von USAS nannte Mayer die Möglichkeit, unkompliziert Dokumente, etwa EXCEL- Tabellen, einspielen zu können. Im zweiten Teil „Berichte aus der Praxis II: Anwender von Inhouse-Systemen be- richten“ wurde zunächst von Cornelia Plott (Forschungszentrum Jülich) das Jülicher ERM-System8 vorgestellt. Nach der 2005 erfolgten Umstellung auf E-only erfolgte die Entwicklung von der lokalen Verwaltungsdatenbank zum lokalen Jülicher ERM-System. Basisdaten wurden dabei aus der EZB entnommen, COUNTER-Da- ten werden regelmäßig importiert. Laufend generiert werden Rangliste der häu- figsten und geringsten Nutzung, der günstigsten und teuersten Titel, sowie eine Rangliste der Titel, deren Nutzung einen festgelegten Schwellenwert (derzeit 80 Downloads pro Jahr) unterschreitet. Das Jülicher ERM-System soll in Zukunft auch Beschwerdemanagement, E-Buch-Verwaltung, Lizenzdetails und Artikelversand abdecken. Von Helmut Hartmann (UB Graz) wurde das Inhouse-System der Universitätsbib- liothek Graz vorgestellt. Er stellte dabei die rhetorische Frage, ob Inhouse Statis- tics einen Luxus oder eine Notwendigkeit darstellt. Bei dem in Graz angewandten HAN-System (H & H Göttingen)9 werden keine Downloads gemessen, sondern Zugriffe (Sessions) pro E-Medium. Weitere mögliche Parameter sind Zugriffsdauer pro E-Medium, Bytes pro Zugriff, durchschnittliche Zugriffsdauer pro E-Medium, Gesamtnutzungsdauer aller Medien sowie Zugriffe pro Benutzergruppe. Der we- sentliche Nachteil dieser Lösung liegt darin, dass keine Messung der Downloads 7 http://www.ulrichsweb.com/ulrichsweb/analysis/ 8 Florian Aumeier und Ingrid Heinen: Inhouse-Lösung für das Jülicher Electronic Resource Management System. – In: Bibliotheksdienst 41 (2007), H. 3, S. 322–329. 9 http://www.hh-han.com/de/
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