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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 42.2008 (Rights reserved)

Digitale Bibliothek Themen Bibliotheksdienst 42. Jg. (2008), H. 6 651 denz“. Er zog dafür die juristischen Kurse der „Virtuellen Hochschule Bayern“ und die Netzangebote der Julius-Maximilians-Universität Würzburg als Beispiel heran. Norbert Gövert von der Universitätsbibliothek Dortmund sprach über „ ArcheoInf: Ein Leistungszentrum für die Archäologie“. Ziel des Projekts sei eine vernetzte Forschungsumgebung und die interdisziplinäre Nutzung von Primärdaten. Ar- cheoInf soll archäologische Feldprojekte von ihrer Konzeption über die Durchfüh- rung und wissenschaftliche Auswertung bis zur Veröffentlichung begleiten. Inso- fern sei ArcheoInfo ein Vorbild dafür, wie sich im Bibliotheken bzw. Bibliothekare bei der Gestaltung digitaler Arbeitsumgebungen einbringen, wenn Primärdaten, Geo- und bibliographische Informationen miteinander verknüpft werden. Archivierungs- und Digitalisierungsstrategien der „Großen“ Bevor die Anwesenden zur Abendveranstaltung im Hofkeller Würzburgs ström- ten, schlug die Stunde der bibliothekarischen Megaplayer: Die Deutsche Natio- nalbibliothek machte auf ihr Sammlungs- und Archivierungskonzept digitaler Medien neugierig, und die Bayerische Staatsbibliothek wartete mit Neuigkeiten zu ihrem Big Deal mit Google auf. Reinhard Altenhöner präsentierte mit seinem Vortrag zu „Vision und Alltag: der neue Sammelauftrag der Deutschen National- bibliothek in einem veränderten Umfeld von Publikation und Zugang“ das wei- te Spektrum der neuen Herausforderungen an die zentrale Speicherbibliothek Deutschlands. Das Sammeln von Netzpublikationen erfordere zunächst die in- haltliche Ausgestaltung des Sammelprofils. Weiterhin seien Arbeitsabläufe neu modelliert und getestet worden; er nannte beispielsweise eine Harvesting-In- frastruktur, ein Delivery-Management-System mit formularbasierter Ablieferung und Erschließungsautomatismen mit reduzierten Metadaten-Sets. Vor allem aber sei mit dem Projekt kopal (Kooperativer Aufbau eines Langzeitarchivs digitaler Informationen) eine technisch-organisatorische Lösung der Langzeitarchivierung gefunden worden, die auf Migration und Emulation beruht. „Die Public-Private-Partnership der Bayerischen Staatsbibliothek mit Google: Massendigitalisierung für die Wissenschaft“ war Wilhelm Hilperts Beitrag für das gespannte Publikum. Die Bayerische Staatsbibliothek ist die erste Bibliothek Deutschlands, die ihre Bestände im Rahmen einer umfassenden Strategie in indus- triellem Ausmaß digitalisiert. Im Münchener Digitalisierungszentrum steht dafür State-of-the-Art-Technologie (Scan-Roboter, günstige Breitbandanschlüsse etc.) bereit – und die Bibliothek gewann den Global Player Google als Industriepartner. Der Vortrag überraschte mit Angaben zu den technischen und organisatorischen Abläufen der Massendigitalisierungsprojekte, basierend auf GoogleZEND und einer Workflow-Datenbank. Erste sichtbare Ergebnisse seien im Sommer 2008 im Netz zu erwarten. In Bemerkungen aus dem Plenum wurde kritisiert, dass die Bayerische Staatsbibliothek die Weiterverarbeitung der Digitalisate nicht zulasse,
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