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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 42.2008 (Rights reserved)

Beruf Themen Bibliotheksdienst 42. Jg. (2008), H. 6 643 Rechtsanspruch, aber zumeist werden nicht alle verfügbaren Mittel verbraucht. Ausgezahlt werden können die Gelder z.B. für Sprachkurse, Web-Design-Fortbil- dung, Fachwirt- oder Fernweiterbildung in Potsdam. Bei dem bis 31. Juli 2008 ausgesetzten Erfordernis der Ausbildereignungsprüfung zeichnet sich nach wohl einjähriger Verlängerung 2009 eine Wiedereinführung ab. Unter den Anwesenden bestand hier Einigkeit in Bezug auf die Nützlichkeit dieser Lehrgänge, auch da keinesfalls der Nachweis von arbeitspädagogischen Kenntnissen ausgesetzt wurde, sondern lediglich das Erfordernis einer Lehr- gangsteilnahme mit Prüfung. Zur in der Ausbildungsordnung vorgeschriebenen Vermittlung von Kenntnissen der nicht gewählten Fachrichtung sind Praktika zwar nicht vorgeschrieben, aber nach Meinung der Anwesenden zur Vermittlung der im Ausbildungsrahmenplan vorgeschriebenen Kenntnisse und Fertigkeiten unumgänglich. Durchgeführt wer- den sollten sie möglichst nicht gleich zu Ausbildungsbeginn, jedoch vor der Zwi- schenprüfung und unter Berücksichtigung der Neigungen der Auszubildenden. Eine Abdeckung aller fünf Fachrichtungen ist allerdings oft nicht zu erreichen und insbesondere bei der Medizinischen Dokumentation schwer realisierbar. Die Berufsperspektiven der Fachangestellten nach der Ausbildung sehen regio- nal unterschiedlich aus, auch fehlen zumeist Verbleibstudien. Generell kann je- doch festgestellt werden, dass in vielen Einrichtungen des öffentlichen Dienstes zwischenzeitlich die Personaldecke durch Einsparungsvorgaben so ausgedünnt ist, dass frei werdende Stellen wieder besetzt werden müssen. Weiterbeschäfti- gungspotentiale außerhalb der klassischen Tätigkeitsfelder sind darüber hinaus noch lange nicht ausgereizt, hier mangelt es nach wie vor an ausreichendem Be- kanntheitsgrad des Berufes. Gute Arbeitsmarktchancen im öffentlichen Dienst melden derzeit Bayern mit deutlich mehr freien Stellen als fertig ausgebildetem Nachwuchs sowie Berlin (wo seit 2000 diesbezügliche Statistiken erstellt werden), wo vor allem in Folge der zahlreichen in die Hauptstadt umgesiedelten Bundesbehörden deutlicher Perso- nalbedarf besteht. In Baden-Württemberg hingegen gibt es eher eine Schieflage, 2007 erhielten von den Absolventen nur noch 1/3 unbefristete Stellen und 21% (vorerst) keine Weiterbeschäftigungsmöglichkeit. Fazit: Wiederum ein äußerst informatives Jahrestreffen, hervorragend betreut durch Sabine Krumrey und Eva-Maria Römer vom Thüringer Landesverwaltungs- amt, das ungeachtet des engen Zeitfensters bei herrlichem Frühlingswetter noch etwas Raum für ein kulturelles Rahmenprogramm mit Besuch des Rokokosaals der Anna Amalia Bibliothek ließ. Die nächste Tagung wird im Frühjahr 2009 in Karlsruhe stattfinden.
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