Path:
Volume Heft 5

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 42.2008 (Rights reserved)

Neuerscheinungen 594 Bibliotheksdienst 42. Jg. (2008), H. 5 und Öffentlicher Raum verlangt ein verändertes Management, das der kulturellen Vielfalt innerhalb der Bevölkerung und damit der Nutzer Rechnung trägt. Best Practice Beispiele aus den USA, Großbritannien und Dänemark verdeutlichen Aus- wirkung und zeigen Wege für die Anwendung dieses Konzeptes. Daraus ergeben sich sowohl Forderungen an die Ausbildung als auch an die zukünftige Personal- planung an Bibliotheken. Diversity Management kann das Image, die soziale Stel- lung und das politische Gewicht von Bibliotheken verbessern und fördern. Fuchs, Thomas: Bibliothek und Militär : militärische Büchersammlungen in Hannover vom 18. bis zum 20. Jahrhundert ; mit einem Katalog der Handschriften der ehemaligen Wehrbereichs- bibliothek II in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek . – Frankfurt am Main : Kloster- mann, 2008. –205 S. : Ill., graph. Darst. (Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie: Sonderbände; 93) ISBN: 978-3-465-03580-0: EUR 64,–, im Abonnement EUR 57,60 Dieser Band ist einem wenig bekannten Kapitel der deutschen Bibliotheksge- schichte gewidmet. Militärische Büchersammlungen sind zum einen schlecht überliefert, zum anderen spielen sie in der bibliotheksnutzenden Öffentlichkeit eine nur geringe Rolle. Einst, d.h. vor der Mitte des 20. Jahrhunderts, waren Mili- tärbibliotheken dagegen wichtige Trägerinstitutionen gesellschaftlicher Entwick- lungen. Dem Bildungsimpuls der Aufklärung verdankte das militärische Bibliothekswesen seine Entstehung in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, sowohl in Bezug auf den sich zur Humanität erziehenden als auch auf den waffentechnisch und tak- tisch ausgebildeten Offizier. Die Militärbibliotheken waren wichtige Träger des neuen militärwissenschaftlichen Paradigmas; als sozialer Ort spielten sie überdies eine herausragende Rolle für die Aufklärungsbemühungen des Offiziersstandes. Nach 1918 waren Militärbibliothekare führend an der Konstituierung einer neuen Wissenschaft, den Wehrwissenschaften, beteiligt. Am Beispiel der Militärbiblio- theken in Hannover will die Studie strukturelle Entwicklungen des militärischen Bibliothekswesens in Deutschland vom späten 18. bis zur Mitte des 20. Jahrhun- derts aufzeigen. Dabei wird versucht, über die reine Institutionengeschichte hinaus das militärische Bibliothekswesen nicht nur in allgemeine historische Pro- zesse einzuordnen, sondern auch als Teil der kulturellen Manifestation Bibliothek auszuwerten.
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.