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Volume Heft 5

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 42.2008 (Rights reserved)

Themen Informationsvermittlung 560 Bibliotheksdienst 42. Jg. (2008), H. 5 Bibliothekare unter Mobilitätsdruck? Bericht zur VDB-Fortbildungsveranstaltung für Fachreferentinnen und Fachreferenten der Volks- und Völkerkunde / Ethnologie 3. bis 4. April 2008 in der Humboldt-Universität zu Berlin Regina Kanzler, Susanne Maier Anfang April trafen sich in Berlin Fachreferenten der Volks- und Völkerkunde / Ethnologie zu einer Fortbildung des Verbands deutscher Bibliothekare, organi- siert von der Humboldt-Universität zu Berlin und der Staatsbibliothek zu Berlin. Die Initiatorinnen hatten sich zwei Ziele gesetzt: Zum einen sollte auf Impuls des Sondersammelgebiets Volks- und Völkerkunde ein Kommunikationsnetz ge- schaffen werden; zum anderen sollten Fachreferenten, die die Fächer Ethnologie und Volkskunde eher nebenher betreuen, mit aktuellen Themen aus der Fachwis- senschaft und mit hilfreichen Rechercheinstrumenten vertraut gemacht werden. Eröffnende Worte sprach zunächst Imma Hendrix, die stellvertretende Direktorin der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie ordnete das DFG-Sondersammelgebiet Volks- und Völkerkunde und die Zweigbibliothek Eu- ropäische Ethnologie in die Bibliothekslandschaft der Humboldt-Universität ein. Weiterhin begrüßte Robert Zepf, Leiter der wissenschaftlichen Dienste der Staats- bibliothek zu Berlin, die Teilnehmenden. Unter augenzwinkernder Verwendung des Begriffs Orchideenwissenschaft lud der Historiker die über 30 Anwesenden zur aktiven Beteiligung am reichhaltigen Programm ein. Als dritter Grußredner betonte Peter Bachofner von der Kommission für Fachreferatsarbeit des Ver- bands deutscher Bibliothekare, dass der Verband ausdrücklich auch die Vertreter kleinerer Fächer – wie hier die Ethnologen – dabei unterstütze, sich regelmäßig zum Erfahrungsaustausch zu treffen. Multi-Sited-Ethnography, Mikrokosmen und permanente Revision als gemeinsames Fachprofil Der erste Block zum Thema Fachprofile brachte die Sicht von zwei Fachwissen- schaftlerinnen ein. Dr. Michi Knecht, Hochschulassistentin für Europäische Ethno- logie an der Humboldt-Universität zu Berlin, distanzierte sich davon, ein Profil für die überkommene Fachbezeichnung „Volkskunde“ vorzustellen. Sie verwendete die Begriffe „Europäische Ethnologie“, „Empirische Kulturwissenschaft“ und „Kul- turanthropologie“ und machte deren Ausprägungen deutlich. Sie skizzierte kurz die institutionelle Landschaft des Faches, wie es sich seit den 1960er Jahren im europäischen Raum herausgebildet hat, und arbeitete folgende Facetten eines konsensfähigen Fachprofils für die Volkskunde / Europäische Ethnologie heraus:
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