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Volume Heft 1

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 42.2008 (Rights reserved)

Betriebsorganisation Themen Bibliotheksdienst 42. Jg. (2008), H. 1 7 Ist Vollsicherung für Disc-Medien möglich? Neue Entwicklungen am Markt für die Sicherung von DVDs und CDs Christine Weidemann, Otto Jagla Die Sicherung von Medien, insbesondere der „neuen“ Medien wie CDs, DVDs, CD- ROMs etc. hat im letzten Jahrzehnt eine immer bedeutendere Rolle für Bi- bliotheken gespielt. Schon bei den Büchern gab es einen nicht genau zu definie- renden Prozentsatz an gestohlenen Medien. Bei den attraktiven und anfänglich teuren „neuen“ Medien war die Befürchtung groß, dass sich die Diebstahlsrate extrem erhöht. Leider hat sich diese Befürchtung tatsächlich als richtig erwiesen. Bibliotheken mit Pflichtexemplarrecht, mit dem Auftrag, Medien auch für kommende Generationen zu sammeln und aufzubewahren, Bibliotheken, die Bestandserhaltung und Bestandspflege wichtig nehmen, sie alle bemühten sich mit großem Aufwand, die Buchbestände zu sichern (meist elektromagnetisch mit Sicherungsstreifen im Kontakt- oder Distanzverfahren). Für Medien mit digitalen Daten wie CDs oder DVDs wurden spezielle Safer genutzt, die in Form einer zu- sätzlichen Umverpackung das Öffnen der Medien verhindern. Dies bedeutete je- doch einen erheblichen Mehraufwand bei der Ausleihe und Rückgabe durch die Tätigkeiten Safern und Entsafern, sowie durch Transport, Lagerung und Vorrats- haltung der Safer in unterschiedlichen Formaten. Bei der Einführung von Selbst- verbuchungsgeräten wurde schnell klar, dass diese Form der Mediensicherung nicht für eine Selbstbedienung geeignet ist. Somit ist ein sehr großer Anteil an Ausleihen schon von vornherein an Personalarbeitsplätze gebunden. Dies wird noch dadurch erhöht, dass die meisten Kunden einen Medienmix aus Büchern, DVDs, CDs usw. entleihen. Bei Beginn der Planungsarbeiten für eine Umstellung der Verbuchung auf RFID- basierte Verfahren mit dem Ziel der größtmöglichen Selbstverbuchung für Aus- leihe und Rückgabe musste festgestellt werden, dass • für alle Medien mit metallisierten Discs kein zuverlässiges Ergebnis hinsicht- lich der Verbuchungsfähigkeit und Sicherung erreicht wird. Gelang es noch die Medien zu verbuchen, so war jedoch die Erkennbarkeit in den Sicherungs- toren nicht mehr gegeben. • die Vollsicherung von Medien mit metallisierten Discs bei Einführung von RFID-gestützten Ausleihsystemen in Selbstbedienung nicht mehr möglich sein würde. • die Vollständigkeitsprüfung bei der Rückgabe wohl immer ein personenge- stütztes Verfahren bleiben muss.
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