Path:
Volume Heft 1

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue42.2008 (Rights reserved)

Betriebsorganisation Themen Bibliotheksdienst 42. Jg. (2008), H. 1  – wo immer möglich – den Vorzug vor der Erstellung von Sekundärformen zu geben, spielte dabei eine entscheidende Rolle, bei der nicht zuletzt der persön- liche, kritische Rat einiger nordamerikanischer Kollegen Pate stand, deren Skep- sis gegenüber der langfristigen Haltbarkeit von digitalen Sekundärformen sowie Mikroformen aufgrund negativer Erfahrungen in den letzten Jahren deutlich gewachsen war. In letzter Konsequenz wurde die über Jahre betriebene Mikro- formenproduktion nahezu vollständig zurückgefahren, Digitalisierungsprojekte sollen nur bei Einzelsegmenten zum Tragen kommen.9 Angesichts der überre- gional bedeutsamen Digitalisierungsaktivitäten, die die BSB München auf der anderen Seite der Ludwigstraße im großen Umfang forciert betreibt, schien der freilich ebenso mühevolle wie kostspielige Primat der Originalerhaltung für den Bestand der ältesten Hochschulbibliothek Bayerns gerechtfertigt zu sein; in die sich abzeichnende Mehrfachdigitalisierung von Altbeständen in der Bundesre- publik sollten die ohnehin recht begrenzten Personal- und Sachressourcen nicht ungebremst gepumpt werden. Die gemeinsame Arbeitsgrundlage des Außenvergabemodells bildete zunächst eine Schadensbilanz. Die bislang nur als handschriftliche Aufzeichnungen exis- tierenden Schadenserhebungen im Altbestand wurden in elektronischer Form erfasst, die eine gezielte, rationelle Bearbeitung nach Schadensbildern ermögli- chte. Mithilfe von Sondermitteln der Universität in einer Höhe von 30.000 € für das Haushaltsjahr 2005 und 23.000 € für das Haushaltsjahr 2006 konnte mit der Restaurierungsvergabe der schwerstgeschädigten Objekte begonnen werden. 9 So kam beispielsweise die Digitalisierung der stark nachgefragten, aufgrund ihres Erhaltungszustandes aber bereits erheblich vorgeschädigten Vorlesungsverzeichnisse der LMU bzw. von deren Vorgängerinstitutionen in Ingolstadt und Landshut bis 1960 zum Abschluss (http://epub.ub.uni-muenchen.de/view/subjects/vlverz.html). Eine Erweiterung dieses Online-Angebotes bis 1980 ist bereits angelaufen, ebenso wurde die Digitalisierung weiterer Dokumente mit LMU-Bezug in Angriff genommen. In einem zweiten Großprojekt geht es schließlich um eine öffentliche Nachnutzung von digitalen Reprographieaufträgen, die in der Altbestandsbenutzung angefallen sind. Momentan existiert ein Korpus mit rund 450 Werken, die verwaltungsintern bereits genutzt werden können. Die jeweiligen Katalogisate im OPAC sollen mit einem Link auf das Digitalangebot versehen werden, so dass ein direkter Zugriff ermöglicht wird.
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.