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Volume Heft 4

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 42.2008 (Rights reserved)

Erschließung Themen Bibliotheksdienst 42. Jg. (2008), H. 5 385 wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht vertretbare Nichtnutzung vorhandener Bestände und die Veranlassung letztlich unnötiger Magazinbestellungen oder teurer Fernleihen gehören damit bald der Vergangenheit an. Optimierung der sachlichen und formalen Erschließung Die verbale Sacherschließung, z.B. nach RSWK, ermöglicht eine Erschließung auf Aufsatzebene. Diese wird jedoch – sieht man von Spezialkatalogen und -biblio- graphien einmal ab – in der Regel aus Zeit- und Kostengründen nicht realisiert. Auch bei der automatischen Indexierung von Titeldaten und Schlagwörtern blei- ben die in den Inhaltsverzeichnissen vorliegenden Informationen weitgehend unberücksichtigt. Durch Catalogue Enrichment können diese umfangreichen und sehr spezifischen Informationen nun erstmals, zwar nicht regelgerecht aber ressourcenschonend, zusätzlich zu den Ergebnissen der weiterhin erforderlichen bibliothekarischen Sacherschließung bereitgestellt werden. Erste Erfahrungen zeigen, dass diese zusätzlichen Informationen von den Nutzenden sehr gut an- genommen werden. Durch Kataloganreicherung in der oben beschriebenen Form wird auch die For- malerschließung optimiert. Das Problem der traditionellen Katalogisierung nach RAK, dem Nutzer nur wenige relevante Sucheinstiege zu bieten, weil eine Kata- logisierung nach RAK-UW zu zeitaufwendig wäre, kann durch Catalogue Enrich- ment weitgehend gelöst werden. Pionier des Catalogue Enrichment: Die Vorarlberger Landesbibliothek Zu den Pionieren des Catalogue Enrichment gehört ganz zweifelsohne die Vor- arlberger Landesbibliothek, die 2002 als erste Bibliothek mit der Software Intel- ligentCapture der Firma AGI Information Management Consultants ihr Projekt ohne Fremdfinanzierung und ohne Partnerbibliotheken als Stand-alone-Lösung startete. Der Erfolg dieses Pilotprojektes – aktuell bietet die Vorarlberger Lan- desbibliothek 100.000 Inhaltsverzeichnisse aus Monographien und 550.000 Auf- satztitel aus Zeitschriften an – ist ungebrochen. Das Verfahren ist hinreichend beschrieben worden und muss hier nicht weiter dargestellt werden.2 Inzwischen arbeiten eine Reihe weiterer Bibliotheken, unter anderem die Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt3, nach dieser Methode. 2 S. ebd. – Auch: Rädler, Karl: In Bibliothekskatalogen „googlen“. Integration von Inhaltsverzeichnissen, Volltexten und WEB-Ressourcen in Bibliothekskataloge. In: Bibliotheksdienst, 38 (2004), H. 7/8, S. 927–939. 3 Gerlach, Harald / Milutinovic, Ingrid / Vogt, Wolfgang / Kratz-Lucas, Karl-Heinz: Volltextrecherche in den Inhaltsverzeichnissen. Die ULB Darmstadt bietet neue Dienstleistungen an. In: Buch und Bibliothek, 59 (2007), 1, S. 8-9.
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