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Volume Heft 4

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue42.2008 (Rights reserved)

Digitale Bibliothek Themen Bibliotheksdienst 42. Jg. (2008), H. 4 379 gebung entgegenkommen“. Diese Aussage ist bewusst so offen formuliert, um einer entsprechenden technischen Weiterentwicklung auch Rechnung tragen zu können. Vergleichbares lässt sich zu der bei kommerziellen E-Book-Angeboten häufig ein- gesetzten Readersoftware sagen. Diese Software muss gängig und webbasiert sein, keine Zusatzkosten verursachen und sich leicht im Bibliothekskontext umsetzen lassen. Letzteres bezieht sich insbesondere auf die Installation an Lesesaalarbeits- plätzen, aber auch auf die heimische Arbeitsumgebung der Bibliothekskunden. Zwar sind Reader grundsätzlich vorzuziehen, die bereits in die Anwendung inte- griert sind. Bringen speziell zu installierende Reader aber Vorteile mit sich, sind sie nicht grundsätzlich abzulehnen, wenn sie die oben genannten Bedingungen einer leichten Handhabbarkeit erfüllen.8 Der Einsatz von Readersoftware erfolgt vielfach im Kontext einer speziellen Anbieterplattform, die Verlage oder Aggre- gatoren, verknüpft mit bestimmten Nutzungsfunktionalitäten (s.u.), als Teil des Angebots zur Verfügung stellen. In Kombination mit der grundsätzlichen Mög- lichkeit, die oben angesprochenen anbieter- und damit plattformübergreifenden Volltextindizes zu erstellen, kann der Einsatz dieser Plattformen, in Abhängigkeit von den angebotenen Möglichkeiten, durchaus sinnvoll sein. E-Books werden immer wieder als die Inkunabeln des elektronischen Zeitalters be- zeichnet, da Einigkeit darüber besteht, dass ihr Innovationspotential in Bezug auf Nutzungsfunktionalitäten noch bei weitem nicht ausgeschöpft ist. Bibliotheken im Verbund mit ihren Nutzern sollten hier nach Auffassung der Arbeitsgruppe eine aktive Rolle spielen und ihre Anforderungen und Vorstellungen im Dialog mit den Anbietern deutlich artikulieren. In der Checkliste werden eine Reihe von Aspekten aufgegriffen, die Entwicklungspotential versprechen:9 • Übergreifende Cross-Search Recherchemöglichkeiten dürfen sich nicht auf das einzelne Objekt beschränken, sondern müssen beim Einsatz entsprechender Plattformen titel- und gattungsübergreifend möglich sein. • Entwicklung von Schnittstellen zu anderen Plattformen im Sinne von integriertem Arbeiten auch über Mediengattungen hinweg (Stichwort E-Learning) • Weiterentwicklung von Personalisierungs- und Notizfunktionen • Signifikanter Ausbau von interaktiven und multimedialen Elementen • Einsatz von OpenLinking Software 8 Die Nachteile einer proprietären Readersoftware hat beispielsweise der Aggregator ebrary erkannt und seinen Spezialreader auf ein javabasiertes Plug-in umgestellt. 9 Bei der Forderung nach einem Qualitätssprung bei der Weiterentwicklung von Nutzungsfunktionalitäten darf allerdings nicht unberücksichtigt bleiben, dass dieser gleichzeitig möglichst mit den Mitteln standardisierter Software erfolgen sollte und eine zu große Vielfalt der Angebote nutzungshemmend wirken kann.
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