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Volume Heft 4

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 42.2008 (Rights reserved)

Themen Digitale Bibliothek 378 Bibliotheksdienst 42. Jg. (2008), H. 4 Bei der Erschließung von Printmedien wird seit geraumer Zeit versucht, im Sinne der Ressourceneinsparung in möglichst großem Umfang auf Fremddaten zuzu- greifen. Beim Einkauf von E-Books, insbesondere wenn dies paketweise geschieht, erreicht diese Praxis eine neue Qualität, indem die Daten unter Umständen direkt vom Verlag kommen. Die Lieferung bibliographischer Metadaten wird somit als fester und aufpreisfreier Bestandteil des Geschäftsabschlusses betrachtet. An diese Metadatenlieferung sind eine Reihe von Anforderungen zu knüpfen. Dazu zählt die Gleichzeitigkeit mit der Bereitstellung der Volltexte sowie die Mög- lichkeit zur Veränderung und Ergänzung der Daten bzw. zur Weitergabe an Dritte. Entscheidend ist darüber hinaus die Auslieferung in einem standardisierten For- mat, also insbesondere MAB2 bzw. MARC21. Nun haben viele Käufer von E-Books mittlerweile die Erfahrung gemacht, dass die Anbieter mit der Umsetzung und wohl auch Interpretation solcher Standards nicht unerhebliche Schwierigkeiten haben. Vor diesem Hintergrund enthält die Checkliste eine Auflistung der wesent- lichen Bestandteile von Metadatensets. Dazu zählen zum einen obligatorische Elemente, wie z.B. Autor, Titel, Ort, Verlag, Jahr, ISBN, stabile Verlags-Identifika- tions-Nummer oder eine persistente URL. Fakultative Bestandteile sind etwa An- gaben zum Dateiformat, verbale oder klassifikatorische Sacherschließungsele- mente oder auch Formen der Kataloganreicherung wie Inhaltsverzeichnisse. Bei Angeboten, die laufend aktualisiert bzw. erweitert werden, muss die zuverläs- sige Einspeicherung neuer oder geänderter Metadaten entsprechender Folgelie- ferungen gewährleistet sein. Dabei geht es nicht nur um Aktualität, sondern auch um die Vermeidung dubletter Datensätze. Über die Lieferung und Verarbeitung klassischer Metadaten hinaus lassen sich im Kontext der E-Books auch weitergehende Überlegungen zum Aufbau von bibliotheksseitig erstellten, verlagsübergreifenden Volltextindizes anstellen. Die Umsetzung einer solchen Plattform, von der aus der Volltextzugriff im Übrigen auch durchaus weiterhin auf die Verlags- oder Aggregatorumgebung mit ent- sprechenden Mehrwertdiensten führen kann, ist keinesfalls trivial und bedarf in- tensiver konzeptioneller und technischer Vorarbeit. Nach Ansicht der AG E-Books sollte aber unabhängig von konkreten Umsetzungsszenarien mit den Anbietern vereinbart werden, dass der Aufbau solcher Indizes grundsätzlich gestattet ist. Formate und Recherchemöglichkeiten Ein zweiter Abschnitt der Checkliste befasst sich mit dem Thema Formate und Recherchemöglichkeiten. Auf dem Gebiet der Dateiformate entsprechen derzeit PDF und XML dem technischen Standard für linearen Text. Dabei gilt XML als ein besonders für Zwecke der Langzeitsicherung geeignetes Format, ein Aspekt, der nicht unberücksichtigt bleiben darf. Grundsätzlich wird „die Verwendung von Da- teiformaten empfohlen, die einer Integration in die wissenschaftliche Arbeitsum-
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