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Volume Heft 4

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue42.2008 (Rights reserved)

Themen Digitale Bibliothek 374 Bibliotheksdienst 42. Jg. (2008), H. 4 len, wurde kontrovers diskutiert. Beim Thema Geschäftgsgangsproblematik be- schäftigte die grundlegende Frage, ob E-Books analog zu anderen elektronischen Medien (Datenbanken, Zeitschriften) von einem Spezialistenteam oder ohne wei- teres Aufheben von den Kolleginnen und Kollegen der konventionellen Mono- graphien-Medienbearbeitung bearbeitet werden sollen. Ein nennenswerter Teil der Teilnehmer sprach sich für Letzteres mit der Begründung aus, E-Books gälten als „hip“ und sollten deshalb nicht einer privilegierten kleinen Schar von Spezia- listen vorbehalten sein. Die pragmatische Ader der anwesenden Teilnehmer ma- nifestierte sich auch in der Diskussion der Frage nach der adäquaten Erschließung und Vermittlung von E-Books: Die bibliographische Erschließung sollte primär in den Nationalbibliotheken, gegebenenfalls subsidiär in den Verbünden erfolgen. Die Mehrheit plädierte im Sinne größerer Transparenz und Nutzerfreundlichkeit für eine Titelaufnahme für print & electronic, jedoch mit zwei ISBNs. Darüber hin- aus sollten Metadaten vom Anbieter mitgeliefert werden. Der Erschließung des E-Books im OPAC kommt darüber hinaus eine zentrale Bedeutung für Maßnah- men der Akzeptanzförderung zu. Überhaupt hat sich der Kölner Teilnehmerkreis deutlich für Marketingmaßnahmen, zu denen auch Werbematerial, Personalisie- rungsfunktionen, Schulungen, produkt- und zielgruppenspezifische Ansprache der Hochschulangehörigen, Verlinkungen sowie zuverlässige und einheitliche Zugriffszeiten gehören, ausgesprochen. Alle Werbemaßnahmen der Bibliothek sind ihrer Intention nach als Werbung in eigener Sache und nicht als Werbung für bestimmte Produkte bzw. Anbieter zu werten. Der dritte E-Book-Workshop der Expertengruppe Erwerbung und Bestandsent- wicklung fand vom 25.–26.9.2007 im Iberoamerikanischen Institut in Berlin statt. Im Erfahrungsaustausch der Teilnehmer spielten neben den bereits in Köln the- matisierten Fragen zum E-Book-Markt, zum E-Book-Geschäftsgang, zur Erschlie- ßung, Vermittlung und Nachfrage- bzw. Akzeptanzsteigerung auch Probleme der Verwaltung elektronischer Pflichtexemplare eine Rolle. Die ungeklärten Fragen betreffen das Mahnverfahren und die Archivierung dieser Publikationen. Alle drei Veranstaltungen gaben einen aufschlussreichen Einblick in die Genese bibliothekarischer E-Book-Angebote landauf landab. Zu einem nennenswerten Teil gehen E-Book-Initiativen auf innovationspolitische und bibliotheksstrate- gische Überlegungen und Entscheidungen der Bibliotheksleitungen zurück, in denen das E-Book als zukunftsträchtiges Medium neue Formen der universitären Lehre und des lebenslangen Lernens ermöglichen und unterstützen soll. Auf der anderen Seite stehen Angebote, die konkrete Nachfragen aus einzelnen Fach- bereichen der Hochschule befriedigen. Nicht selten führte auch die Koinzidenz vorhandener zweckgebundener Mittel aus der Einnahme von Studiengebühren und passender Angebote auf dem Markt zur Integration von E-Books in das Bi- bliotheksangebot. In diesen Fällen handelt es sich in der Regel um elektronische
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