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Volume Heft 4

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 42.2008 (Rights reserved)

Beruf Themen Bibliotheksdienst 42. Jg. (2008), H. 4 357 Die Juniorenfirma als innovativer Ausbildungsbaustein für bibliothekarische Ausbildungsberufe Claudia Wiepcke Wissenschaftliche Bibliotheken im Wandel Wissenschaftliche Bibliotheken sind zum größten Teil öffentliche Einrichtungen, die aus Steuergeldern finanziert werden. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass das Engagement der öffentlichen Hände aufgrund von Finanzknappheit nach- lässt. Vor dem Hintergrund immer knapper werdender Ressourcen gewinnen neue Finanzierungsquellen wie Sponsoring, Gebühren und Verkauf von Leis- tungen mehr und mehr an Bedeutung. Bibliotheken wandeln sich zu marktwirt- schaftlich agierenden Betrieben. Eine optimale Aufgabenerfüllung geht mit einer effizienten Bewirtschaftung von Ressourcen einher. Der Bibliothek erwächst aus diesem Grund eine weitere Handlungsdimension. Die Erfüllung der neuen Auf- gaben erfordert mehr und mehr betriebswirtschaftliches Wissen in Domänen wie Qualitätsmanagement, Kostenrechnung, Personalentwicklung und -führung, Controlling oder auch Marketing. Weiterhin lassen die kürzer werdenden Entwicklungszyklen von Informations- und Kommunikationstechnologien Arbeitsstrukturen komplexer werden. Ma- nuelle Tätigkeiten verlieren im Bibliothekswesen an Bedeutung, wodurch die Qualifikations-Erfordernisse steigen. Gefragt sind fachlich vielseitig ausgebildete Mitarbeitende, die über ein hohes Maß an Flexibilität, Informations- und Kommu- nikationskompetenz sowie soziale Fähigkeiten verfügen. Die Berufsausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informations- dienste Hauptaufgaben des Ausbildungsberufs FaMi – Fachrichtung Bibliothek sind die Erwerbung, Erschließung, Bearbeitung von Medien, Bestandspflege, Benutzungs- dienst und Informationsvermittlung. Zu den wirtschaftswissenschaftlichen In- halten des Berufsschulunterrichts zählen laut Rahmenlehrplan vom 10.12.1999 Rechtsformen, Arbeits-, Tarif- und Sozialrecht, Mitwirkung und Mitbestimmung, wirtschaftliche Grundbegriffe, betriebliche Ablauf- und Aufbauorganisation, Per- sonalentwicklung, Markt und Absatz, Angebot und Nachfrage, Statistik, Budge- tierung, Kasse und Rechnungswesen, Dienstleistungsangebote, Zahlungsverkehr, Kosten- und Leistungsrechnung, Controlling und Kosten-Nutzen-Analysen. Die Inhalte lassen erkennen, dass die eben beschriebenen Entwicklungstendenzen keinen Trend, den es in Zukunft umzusetzen gilt darstellen, sondern bereits fester Bestandteil der Ausbildung sind. Es gilt, mehr Inhalte mit steigendem Schwierig-
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