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Volume Heft 1

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue42.2008 (Rights reserved)

Themen Beruf  Bibliotheksdienst 42. Jg. (2008), H. 1 0. Verbesserung der Ausbildung in Bibliotheks- und Informationswissenschaft Nach früheren Diskussionen über die Definition der Bibliothekswissenschaft hat sich die Bibliotheks- und Informationswissen weiterentwickelt, so dass die Exis- tenzberechtigung des Faches unbestritten ist. Durch das Internet und die glo- balisierten Multikulturalität steigt die Informationsmenge in unvorhersehbarer Geschwindigkeit an. Die Bibliotheks- und Informationswissenschaftler, die die Fachleuten aller Bereiche mit der nötigen Informationsmenge versorgen, haben diese Herausforderung angenommen und bemühen sich um die konstante Ent- wicklung ihres Faches. Dennoch liegt das Berufsbewusstsein des Bibliothekars in Korea im Vergleich zu anderen Industriestaaten auf niedrigem Niveau. Nach ei- ner aktuellen Studie über die Verbesserung der jetzigen Bibliothekarsausbildung können die Probleme in vier Punkten zusammengefasst werden.11 1. Um die Fachkompetenz der Bibliothekare zu verbessern, muss diese im Rah- men der Bibliothekarsausbildung besser abgesichert werden. Wenn wie im jetzigen System die Qualifikation des Bibliothekare jedem verliehen wird, der einen vierjährigen Studiengang in Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der Universität oder an der Fachhochschule abgeschlossen hat, dann wird die Qualifikation im Vergleich zu anderen Berufen als zu leicht empfunden. Es wurde eine Reform vorgeschlagen, die für die Absolventen in diesem Bereich staatliche Examina für den Erwerb der Qualifikation vorsieht. Solche Examina sind in Frankreich und Taiwan vorzufinden. In Frankreich unterscheidet man streng zwischen spezialisierten Bibliothekaren (Conservateur) und gewöhn- lichen Bibliothekaren (Bibliothécaire). Während nur ein Absolvent einer Uni- versität mit Bibliothekarsausbildung die Qualifikation eines „Conservateurs“ durch ein Staatsexamen erwerben kann, eignet man sich die Qualifikation eines „Bibliothécaire“ mit einem Universitätsabschluss und Berufserfahrung an. In Taiwan gibt es verschiedene Möglichkeiten die Qualifikation als Biblio- thekar zu erwerben, und der anerkannteste Weg ist die höhere Beamtenprü- fung und die Prüfung im Bibliotheks- und Informationsverwaltungswesen oder die dementsprechenden höheren Staatsexamina verbunden mit Spezial- prüfungen in Bibliotheks- und Informationswesen. 2. Je nach Fachkenntnissen muss die Qualifikation differenziert werden. Das jetzige System unterscheidet Bibliothekare 1. Grades, Bibliothekare 2. Grades und Bibliotheksassistenten. Es unterscheidet die Fachkompetenz der Bibli- othekare also nur nach Stufen. In den Industriestaaten ist das Fachbiblio- thekarssystem entwickelt und je nach Fachkompetenz des Arbeitsumfelds 11 Dong-yeol Jung. Die Verbesserungsvorschläge des Systems der Bibliothekarsqualifi- kation. in „Zeitschrift der koreanischen Bibliotheks- und Informationsgesellschaft”. Jg. 41. H. 2 (2007,6) p. 5–29 (in Korean.)
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