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Volume Heft 2

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue42.2008 (Rights reserved)

Bibliotheken Themen Bibliotheksdienst 42. Jg. (2008), H. 2 167 Die Studierenden wurden ebenso gebeten, eine für ihre Lernbedürfnisse ideale Website zu gestalten. Interessant fand ich (und zugleich bestätigte dies meine eigenen Annahmen), dass sich die Studierenden u.a. Übersetzungsprogramme, Terminplaner, Orthographie- und Grammatikhelfer, Links auf die Homepages der Professoren, elektronische Hilfen zum Zitieren und zum wissenschaftlichen Schreiben, aber auch Links zur Unterhaltung (Kinoprogramm, Fernsehprogramm, Radioprogramm, Tageszeitungen, Horoskop) wünschten. Die Studierenden wünschten sich eine Art elektronischen Schreibtisch. Die Projektteilnehmer wur- den auch gebeten, die derzeit existierende Bibliothekshomepage nach ihren Be- dürfnissen zu korrigieren, also Überflüssiges zu streichen und das, was bleiben sollte, zu kommentieren oder umzustrukturieren. Von diesem Projektabschnitt wird in Kapitel 5 „Dream Catcher: Capturing Student-Inspired Ideas for the Librari- es’ Web site“ der Broschüre berichtet. Im Kapitel 6 „Photo Surveys: Eliciting More Than You Knew to Ask For“ werden die Ergebnisse der Fotoumfrage vorgestellt. Die Studierenden erhielten den Auftrag, Fotos von Dingen, Räumen und Personen anzufertigen, die in irgendeiner Wei- se für das Lernverhalten relevant waren. Die Studierenden sollten zwanzig Fotos herstellen. Das zu Fotografierende hatten die Bibliothekare für die Projektteilneh- mer auf einer Liste vermerkt, u.a. Folgendes (vgl. S. 41): 1. Der Computer, den sie in der Bibliothek nutzen, einschließlich der Umgebung 2. Ein Bild der Bibliothek, das man einem Studienanfänger zeigen würde 3. Ihr Lieblingsplatz zum Studieren 4. Etwas, das sie bemerkt haben, wovon sie denken, dass andere es nicht bemerkt haben 5. Ein Ort in der Bibliothek, wo sie sich verloren fühlen 6. Etwas, ohne das sie nicht leben können. Aus den Tagebüchern, die die Studierenden geschrieben hatten, vgl. dazu Kapitel 7 „Mapping Diaries, or Where Do They Go All Day?“, erfuhren die Bibliothekare, dass die meisten Studierenden in der Bibliothek lernten und dass viele von ih- nen die Bibliothek als das „Lebenszentrum“ ihres Tages ansahen. Da die Biblio- thek das Tageszentrum für die Studierenden der Rochester-Universität ist, wird sie versuchen müssen, Platz für all die unterschiedlichen Aktivitäten bereitzuhalten, welche die Studierenden probieren, an einem einzigen Tag zu realisieren. Die Stu- dierenden benötigen einen Ort zum Studieren, um ihre E-Mails abzurufen, um Freunde zu treffen, zum Lesen, zum Schreiben von Studienarbeiten, um Zeit zwi- schen zwei Vorlesungen oder Seminaren zu überbrücken und um zu essen. Die ideale Bibliothek der Rochester-Universität wäre somit so strukturiert, dass die
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