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Volume Heft 12

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 42.2008 (Rights reserved)

Themen Erschließung 1306 Bibliotheksdienst 42. Jg. (2008), H. 12 nicht eingegrenzt auf beispielsweise die Formalerschließung. Eingeladen wurden drei Vortragende mit ganz unterschiedlichen Profilen, sie wurden gebeten, ihre ganz persönliche Sicht auf das Thema in einem kurzen Thesenvortrag vorzustel- len. Es war den Kolleginnen und Kollegen auch freigestellt, sich auf einen Schwer- punkt innerhalb des Themas zu konzentrieren. Nicht nur bei bibliothekarischen Diskussionen über Erschließung wird immer wie- der „der Nutzer“ beschworen, für den alle Arbeit erfolgt. Der Facharbeitsgruppe lag daher sehr daran, jemanden aus dieser Zielgruppe für das Podium zu gewin- nen. Auch hier war durchaus die subjektive Sicht und die eigenen Erfahrungen gewünscht. Dass mit der Frankfurter Philosophin Rahel Jaeggi eine profilierte Wis- senschaftlerin und intensive Nutzerin von Bibliotheken gewonnen werden konn- te, erwies sich für die Veranstaltung als besonderer Glücksfall. Gewählt wurde hier nicht die Form eines Thesenvortrages, sondern ein Interview. Danach wurde auf dem Podium und mit den Zuhörern das Thema Erschließung diskutiert. In seiner kurzen Einführung in das Thema wies Thomas Hapke (Universitätsbib- liothek der Technischen Universität Hamburg-Harburg), Mitglied der FAG-EI, auf „Herausforderungen und Fragen zur Erschließung 2013” hin und bot ein kleines Brainstorming auf die Frage „Warum erschließt wer was für wen für welches Sys- tem?” 1. Warum wird erschlossen? Damit die eigenen (nur?) Bestände gefunden und genutzt werden! Warum mache ich noch Sacherschließung als Fachreferent? Schlagwortvergabe, um das Retrieval zu verbessern (Synonym-Suche), Basisklassifikation, um Neuerwerbungslisten zu ermöglichen. 2. Was wird erschlossen? Nur der Bibliotheksbestand?! Oder auch im Netz frei Verfügbares? Auch Bibliotheksdienstleistungen!? Integration von E-Books. Nur bibliografische Angaben oder auch Abstracts, Inhaltsverzeichnisse, Volltexte. Werk, Expression, usw. (FRBR) 3. Wer erschließt? In Bibliotheken Arbeitende! Nur? Produzenten/Verlage/ Autoren. Nutzende (Social tagging). Maschinen!? 4. Wie wird erschlossen? Formal und sachlich. Regelwerke reichen nicht mehr?! Jedes Erfassungs-System hat seine eigenen Anforderungen und damit oft auch eigene Syntax! Harvesting?! Automatische Indexierung/ Sacherschließung. Bereiche, die man ebenfalls als Teil der Erschließung vor allem von Bibliotheks-Dienstleistungen ansehen kann: Marketing von Bibliotheksressourcen, Förderung von Informationskompetenz , Auskunfts- Service, ...?! 5. Für welches System (Oberfläche, Datenbank-Software usw.) wird erschlossen? Erschließung hat sich der Usability unterzuordnen, die Frage ist nur, der Usability welches Systems bzw. welcher Oberfläche! Die Datenstruktur und auch die Indexierung haben Einfluss auf die Möglichkeiten zur Gestaltung der Oberflächen, so ob z.B. Drill-Down-Menüs angeboten werden können.
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