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Volume Heft 12

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 42.2008 (Rights reserved)

Themen Erschließung 1304 Bibliotheksdienst 42. Jg. (2008), H. 12 Erschließung 2013: Visionen und mögliche Entwicklungen Bericht über einen Workshop der Facharbeitsgruppe Erschließung und Informationsvermittlung auf der 12. Verbundkonferenz des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes am 11. September 2008 in der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz Ulrike Junger, Thomas Hapke Das Thema Erschließung war immer ein Kernthema bibliothekarischer Arbeit. Es wird zunehmend durch Aspekte der Internationalisierung und der Wirtschaftlich- keit beeinflusst. Wachsende Massendigitalisierung und verstärktes Aufkommen von E-Books stellen die Tradition der bisherigen bibliothekarischen Katalogisie- rungsgewohnheiten in Frage. Die Vielfalt der Datenproduzenten, deren Daten in die Bibliothekskataloge einfließen, nimmt zu. So liefern, zum Beispiel bei E-Books, in der Regel die Verlage auch die Nachweisdaten, die – wenn überhaupt – eher internationalen Standards als den RAK entsprechen. Innerhalb der Möglichkeiten des Web 2.0 entstehen sogenannte Next-Generation-Kataloge. Nutzer erstellen sich hier im Rahmen von LibraryThing auch ihre eigenen Kataloge. Der Anspruch von Bibliotheken, ihren Kunden für alle Fächer ein einheitliches Instrument zur Recherche nach lokal verfügbaren Ressourcen zu geben, macht grundsätzliche Diskussionen notwendig, zumal den Kunden mit der Suchmaschine Google ein Instrument zur Verfügung steht, das alle Nutzerbedürfnisse zu befriedigen scheint. Auch zur Rechtfertigung des Aufwands in den Bibliotheken ist es not- wendig, die Nutzerperspektive einzunehmen und das eigene Arbeiten kritisch zu reflektieren. Ein Beispiel sei hier genannt: So dürfte es für Nutzer in der Regel irrelevant sein, ob es sich bei einem elektronischen Buch um eine Primär- oder eine Sekundär- ausgabe handelt. Die Anwendung des geltenden Regelwerks zur Formalerschlie- ßung kann hier aber zu unterschiedlichen Katalogisierungsergebnissen führen. Warum eigentlich? Seit kurzem ist zumindest dem Missstand abgeholfen, dass die elektronische Fassung z.B. einer Dissertation die Haupteintragung – anders als die zugehörige Druckausgabe – unter dem Sachtitel, und nicht unter dem Verfasser erhielt1. Vor diesem Hintergrund hat sich die Facharbeitsgruppe Erschließung und Infor- mationsvermittlung entschieden, ihren alljährlichen Workshop auf der Verbund- 1 Vgl. die „Praxisanweisung zur Erfassung von E-Books und Digitalisaten“ auf der Website der Arbeitsgemeinschaft der Verbundsysteme unter: http://www.d-nb.de/wir/kooperation/ag_verbund_dok_publ.htm bzw. direkt http://www.d-nb.de/wir/pdf/Ebook_Praxisanweisung_V04endf_Okt.pdf S. auch Bibliotheksdienst 42 (2008), H. 11, S. 1241–1244
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