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Volume Heft 12

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 42.2008 (Rights reserved)

Bibliotheken Themen Bibliotheksdienst 42. Jg. (2008), H. 12 1303 Diese Schwierigkeiten werden auf Dauer nicht vermeidbar sein. Reduzierbar sind sie nur dadurch, dass jede Seite versucht, die andere zu verstehen und so zu ar- gumentieren, dass die Sicht der anderen Seite in die eigene Argumentation ein- bezogen wird. Bibliothek als Wettbewerbsargument In der derzeitigen Aufbausituation der Fachhochschulen und im durch Bologna verursachten Veränderungsprozess in den Hochschulen herrscht derzeit in der Schweiz eine starke Konkurrenz um Studierende. Nur die Hochschulen, die erfolg- reich Studierende anwerben und zum Examen führen, werden ausreichend Mittel bekommen, ihre Ausbaupläne zu realisieren. In den Fächern, in denen die Biblio- theken ein Wettbewerbsargument sind, hat der junge Hochschulplatz Luzern den gravierenden Nachteil, dass keine großen Bibliotheksbestände vorhanden sind. Die fehlenden Altbestände sind auch mit Hilfe der Aufbaumittel des Bundes nur in ganz engem Ausmaß zu ersetzen. In der Diskussion mit den Hochschulen kann geprüft werden, ob fehlende Literatur für Wissenschaftler und Studierende effi- zienter und/oder kostengünstiger aus externen Quellen – elektronische Quellen und Dokumentelieferung – bereitgestellt werden kann als dies derzeit mit der derzeitigen Form der Fernleihe geschieht. Die Bibliothek als Dienstleistungsbetrieb In Luzern wurde eine Organisationsform entwickelt, die bibliothekarische Leis- tungen für sehr unterschiedliche Bereiche als Aufgabe übernimmt und in frem- dem Auftrag durchführt. Dies erfordert eine genaue Beschreibung der Aufgabe und ein Kennzahlensystem, das die konkrete Aufgabenbeschreibung, die Offen- legung und die Abrechnung der Leistungen gewährleistet. Eine solche konkrete Aufgabenbeschreibung und Rechenschaftslegung führt dazu, dass die Auftrag- geber (hier Kanton und Hochschulen) ihre Aufträge und Anforderungen konkret bestimmen müssen und die Bibliothek klare Aufgabenzuweisungen hat. Die Zu- sammenfassung bibliothekarischer Anforderungen für unterschiedlichste Insti- tutionen in einer Organisation ermöglicht zudem, die bibliothekarischen dienste so aufzubauen, dass mögliche Synergien optimal genutzt und mögliche Konkur- renzen weitgehend vermieden werden können.
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