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Volume Heft 11

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 42.2008 (Rights reserved)

Erschließung Themen Bibliotheksdienst 42. Jg. (2008), H. 11 1221 mäß weit mehr mit Informationspolitik als mit Wissenschaft zu tun haben, wie ja gerade die Einführung der DDC bei der DNB und den Verbünden deutlich sichtbar wird. Am Schluss noch ein Wort zur UDC. „The UDC is, in addition, with 61.000 classes three times larger than the DDC and might be far too detailed for the Renardus purpose.” schrieben Koch, T.; Neuroth, H. und Day, M. in ihrem DDC Mapping Re- port von 2001.86 Dass sie schon seit den Zeiten Otlets eher für dokumentarische, also auch unselbständige Publikationen gedacht war, ist bekannt. Ihre Einbin- dung in die internationalen Konkordanzbemühungen ist sicher kein grundsätz- liches Problem. Ob ihr terminologischer Ausbau allerdings heute noch in der bis- herigen Form sinnvoll ist, bleibt höchst fraglich. Sehr viel zielführender dürfte es sein, aus diesen Erfahrungen heraus ein polyhierarchisches semiotisches Netz zu entwickeln das auch geeignet ist, als Wissensstruktur auf dem neusten Stand der Wissenschaft zu fungieren. Betrachtet man es als die zentrale Aufgabe der Bibliothekare durch die Jahrhun- derte hindurch dazu beizutragen, das Wissen der Welt archivarisch, ökonomisch und synoptisch allen interessierten Menschen verfügbar zu machen, dann geht es heute nicht mehr darum hauptsächlich gedruckte Bücher in Katalogen zu ordnen, sondern dazu beizutragen, „eine Gesamtschau der wissenschaftlichen Termino- logie ... die in terminologischen Kontrollen gepflegt wird“ zu erzeugen, „so wie sich für Andronikos von Rhodos [1. Jh. v. Chr.] aus den Schriften des Aristoteles das Sachgebiet der meta ta physika ergab“ 87, unsere heutige Metaphysik. 86 http://homes.ukoln.ac.uk/~tk213/Mappingreport-d74.htm 87 Umstätter, W. und Wagner Döbler, R.: Einführung in die Katalogkunde. S. 130 Hiersemann Verl. Stuttgart (2005)
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