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Volume Heft 11

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 42.2008 (Rights reserved)

Erschließung Themen Bibliotheksdienst 42. Jg. (2008), H. 11 1213 Solche Unterschiede gilt es also in einer Wissensbank zu erfassen und sie korrekt umzusetzen, wenn es darum geht, wer wann für welches Dokument welche Nut- zungsgebühren zahlen muss. Auch CC versucht also über RDF Lizenzverträge durch die „Digital Rights Descrip- tion“ semantisch maschinenlesbar zu machen. Während die DRM-Tools die Nutzung urheberrechtlich geschützter Dokumente selbstverständlich zu verhindern versuchen, sobald keine Legitimation vorliegt, ist es das Ziel der CC die Nutzung zu fördern. Hier gibt es also zusätzlich zu der Vielzahl der weltweiten Projekte, ein wissensbasiertes System über die Rechte von Publikationen zu schaffen, auch noch unterschiedliche Auffassungen darüber, was als gerecht anzusehen ist. Durch die Kritik der CC an den DRM-Beschränkungen versuchte man 2007 den Namen DRM in DCE (Digital Consumer Enablement) zu ändern, um eine höhere Akzeptanz bei den Nutzern zu erreichen. Im Zusammenhang mit diesen Aktivitäten muss auch FRBR, das seit diesem Jahr von der DNB in deutscher Übersetzung angeboten wird71, gesehen werden. Die FRBR „sind ein Vorstoß in Richtung einer weltweiten Angleichung der Katalogi- sierungsregeln, um die sich die IFLA bemüht, deren Empfehlungen in Paris 1961 und Kopenhagen 1969 zu einer Überarbeitung bzw. Neukonzeption nationaler Regelwerke führten. Der „Final Report“ von 1998 bot eine neue Grundlage dafür. Hintergrund sind durchaus praktische Fragen wie die des Datenaustausches, der Datenübernahme und damit der kooperativen Katalogisierung auf internationa- ler Ebene. Dazu sollte es weltweit angeglichene, funktionale Grundelemente na- tionaler Regelwerke geben. In den FRBR werden „Werke“, „Ausgaben“ oder „Themen“ als Variablen einer bi- bliografischen Theorie angesehen, in der die „entities“ die bibliografische Ein- heiten sind72. Auch hier gilt, dass urheberrechtsrelevante Eigenschaften dieser „Entitäten“, wie Autorschaft, Verlag etc., die für Buchhändler, Informationsver- mittler, für die Erwerbung, Ausleihe und Fernleihe wichtig sind, berücksichtigt werden. Gemäß der FRBR ist ein „Werk“ realisiert durch eine „expression“, ist enthalten in einer „manifestation” und exemplifziert durch ein “item“. Die Unterscheidung von work und expression ermöglicht die Unterscheidung von Neuauflagen, verkürzten Ausgaben, Übersetzungen und Ausgaben auf verschiedenen Informationsträ- gern. Zu beachten ist, dass die „expression“ eine Unterscheidung im intellektu- 71 Der deutsche Titel ist: Funktionale Anforderungen an bibliografische Datensätze http://www.d-nb.de/standardisierung/pdf/frbr_deutsch_08.pdf 72 Svenonius, E. The Intellectual Foundations of Information Organization. Cambridge, Mass.: MIT Pr., (2000) (Digital Libraries and Electronic Publishing)
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