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Volume Heft 10

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue42.2008 (Rights reserved)

Erschließung Themen Bibliotheksdienst 42. Jg. (2008), H. 10 1023 Scott W. Schwartz, verdeutlichten die Wichtigkeit dieser Entwicklungsleistungen. In zunehmendem Maße nutzen dabei auch kleinere Bibliotheken Web-2.0-com- munity-Tools zur Kommunikation und Interaktion mit ihren Benutzern; ein über- zeugendes Beispiel dafür lieferten unter dem Titel „Punching above our weight: a small Scottish Library Service joins the global community” Anthony Browne vom East Renfrewshire Council, Community Services, Scotland, UK und Christine Roo- ney-Browne vom Department of Computer and Information Sciences, University of Strathclyde, Glasgow, UK. Abschließend stellte Edmund Balnaves von Prosen- tient Systems in Sydney einen Ansatz vor, der es auch kleinen wissenschaftlichen Spezialbibliotheken erlaubt, mit minimalem Aufwand einen Server mit Volltexten und anderem Content in einer verteilten Infrastruktur aufzubauen und als Fall- back-Struktur bei Wegfall des Internets zu nutzen, hier der Titel seines lebhaft dis- kutierten Vortrags „Digital archiving of e-journals for Special libraries”. Einen besonderen Höhepunkt bildete die von der Discussion Group der IT-Sek- tion organisierte Diskussionsveranstaltung zum Thema kostenfreie Bereitstel- lung von bibliografischen Daten durch Nationalbibliotheken. Panel-Vertreter von OCLC (Karen Calhoun), Stephan Abram von SirsiDynix und Patrick Peifer für Cre- ative Commons sowie Sally McCallum von der Library of Congress diskutierten unter lebhafter Teilnahme des Publikums, moderiert von Patrick Danowski, das Thema in allen seinen Facetten. Den Einstieg bildete ein per Screencast einge- spieltes Statement der Open Library, das unter dem Motto „free the data“ die Frei- gabe aller bibliografischen Daten für den Zweck des Projekts und darüber hinaus forderte. Dagegen warb die Kollegin von OCLC für eine differenziertere Sicht auf die Dinge, da eine ganze Reihe unterschiedlichster Rahmenbedingungen – zum Beispiel die schlichte Tatsache, dass die Produktion von Metadaten, jedenfalls noch heute, ein personalintensiver und damit teurer Prozess ist – berücksichtigt werden müssten. Ergänzt wurden diese Überlegungen durch eine Übersicht zum mittlerweile breit profilierten Spektrum an Erfahrungen und angepassten recht- lichen Konstrukten, die Creative Commons als Organisation anbieten kann und deren Berücksichtigung Rechtsklarheit schafft. Das Modell der amerikanischen Library of Congress, das nur die Erstattung von Handling-Kosten vorsieht, wurde vorgestellt und überzeugte aufgrund seiner transparenten Struktur. Stephan Ab- ram verlagerte die Diskussion stärker auf die Nutzerperspektive: Daten müssten befreit werden, um zukünftigen Nutzern eine freie Nutzung und Neuintegration der Daten in ihre individuellen Arbeitszusammenhänge zu ermöglichen. Haupt- problem sei dabei das Labeln der Daten und ihre Verhaftetheit in konventionellen Datenstrukturen. In diesem Sinne – das zeigte die weitere Diskussion – kommt der Bereitstellung der Daten in einer Form, die ihre Nachnutzung auch in nicht biblio- thekarischen Systemen erlaubt, eine ganz besondere Bedeutung zu.
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