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Volume Heft 10

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue42.2008 (Rights reserved)

Erschließung Themen Bibliotheksdienst 42. Jg. (2008), H. 10 1011 Barbara Tillett, Vertreterin der Library of Congress im JSC, führte in das Thema ein und lieferte einen Überblick über die Entstehungsgeschichte der RDA, über die den RDA zugrunde liegenden Modelle FRBR und FRAD sowie die Zusammen- arbeit mit anderen Metadaten-Communities und gab einen Ausblick über die nächsten Schritte der RDA-Entwicklung. Diese Ausführungen wurden von der Vorsitzenden des JSC, Deirdre Kiorgaard von der National Library of Australia, konkretisiert. Sie erläuterte den Aufbau des neuen Regelwerks, wobei ein Fokus auf den Beziehungen zwischen den Entitäten und der Ausrichtung von RDA auf die Anwendungsfähigkeit im Semantic Web lag. Gordon Dunsire vom Centre for Digital Library Research verdeutlichte in seinem Beitrag die Bedeutung der Web-Standards bei der Entwicklung der RDA. In einer Web-Umgebung genügt es nicht mehr, dass Datenelemente für Menschen inter- pretierbar sind, sie müssen vielmehr insbesondere für die maschinellen Prozesse im Web hinreichend strukturiert sein und web-fähige Daten müssen den Web- Standards entsprechend codiert sein. Die im April 2007 gebildete gemeinsame Arbeitsgruppe von DCMI und JSC – die DCMI/RDA Task Group – hat es sich zur Aufgabe gemacht, in einem ersten Schritt die RDA-Datenelemente und die in den RDA enthaltenen Listen normierter Bezeichnungen (z.B. für Content type und Car- rier type) in standardisiertes Semantic-Web-Vokabular zu überführen. Die Ergeb- nisse werden in einem Bereich der Metadata Registry der National Science Digital Library (NSDL) festgehalten. Gordon Dunsire betonte in diesem Kontext die Wich- tigkeit von Identifiern, nicht nur für Entitäten, sondern auch für Datenelemente und Vokabularien. Das RDA-Web-Tool wurde von Christine Oliver, der Vorsitzenden der RDA Out- reach Group, vorgestellt. Das Regelwerkstool soll in Modulen nutzbar und sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene geeignet sein. Neben einer Freitext- und einer objektbezogenen Suchmöglichkeit soll das Tool Anleitungen und viele Beispiele enthalten, dazu ein Workflow-Programm, das den Katalogisierer durch den Katalogisierungsprozess bis zur fertigen Titelaufnahme führt und individuell auf die Bedürfnisse der jeweiligen Anwenderbibliothek hin konfiguriert werden kann. Das RDA-Online-Tool soll im Oktober 2008 mit dem Gesamtentwurf des Re- gelwerks als Prototyp zum Testen bereitstehen. Zwei Präsentationen beschäftigten sich mit der RDA-Rezeption außerhalb des an- gloamerikanischen Raums. Der Vorsitzende der IFLA Cataloguing Section, Anders Cato, beleuchtete die verschiedenen Aspekte der Einführung der RDA als einem internationalen Regelwerk in den nationalen Kontext. Für den deutschsprachigen Raum beschrieb Christel Hengel von der Deutschen Nationalbibliothek in Vertre- tung von Renate Gömpel, dass die rasante Entwicklung des Webs und der Web- Ressourcen mit der damit einhergehenden Globalisierung des Informationsange- botes und der Recherchemöglichkeiten den Übergang zu gemeinsamen Standards
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