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Volume Heft 1

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 42.2008 (Rights reserved)

Erwerbung Themen Bibliotheksdienst 42. Jg. (2008), H. 10 1001 Bericht über die Fortbildungsveranstaltung der DBV-Expertengruppe Erwerbung und Bestandsentwicklung vom 6.6.2008 zum Themenkreis „Wissensmarkt“ des 97. Bibliothekartags 2008 in Mannheim Franziska Wein Bestandsentwicklung im Spannungsfeld von Medienvielfalt und Integration Die dichte und seitens der Programmkommission um zwei weitere Beiträge ange- reicherte Veranstaltung nahm eine Ortsbestimmung der Bestandsentwicklung in Zeiten expandierender Märkte für elektronische Medien und im Wandel begrif- fener Lern-, Lehr- und Forschungsumgebungen vor und lotete Möglichkeiten und Grenzen des erwerbungsbibliothekarischen Handelns aus. M. Moravetz-Kuhl- mann, BSB München, und F. Wein, UFB Erfurt/Gotha, moderierten die Vortrags- folge. Im Mittelpunkt des ersten Abschnitts der Veranstaltung stand die Wechselwir- kung zwischen der unerschöpflichen Vermehrung elektronischer Produkte für die Bestandsentwicklung einerseits und der Nachfrage nach und dem Umgang mit denselben in Bibliotheken. K. Junkes-Kirchen, UB Frankfurt, beleuchtete das kommerzielle Angebot elektro- nischer Publikationen und unterzog das Marktverhalten der Bibliothekare einer ebenso kritischen wie belebenden Analyse: Marktseitig stehen die Zeichen auf olympisches Schneller, Höher, Weiter. Die Mehrzahl deutscher Verlage erwar- tet steil ansteigende Umsätze und Gewinne mit elektronischen Produkten. Die Bibliotheken scheinen – nach Aussage der DBS zu Finanzierung und Beständen elektronischer Medien – im Zeitalter diverser Rankings der Versuchung zu erlie- gen, ihre elektronische Bestandsentwicklung nach vergleichbaren quantitativen olympischen Prinzipien auszurichten und dabei traditionelle bibliothekarische Tugenden wie Orientierung an der Aufgabenstellung der Bibliothek und am kon- kreten Bedarf ihrer Nutzer mehr und mehr außer Acht zu lassen. Junkes-Kirchen plädierte hier für eine Rückbesinnung auf die Maximen des Homo oeconomicus und ermunterte die Kolleginnen und Kollegen der Erwerbungsbranche zu mehr Individualität, Originalität und Qualität bei der Entwicklung eines profilierten An- gebots elektronischer Medien. W. Enderle, SUB Göttingen, analysierte aus der Sicht einer großen Sondersammel- gebietsbibliothek Angebot und Nachfrage kostenfreier Netzpublikationen. Die „grauen“ Elektronika haben im Zuge der prononcierten Open-Access-Policy der DFG einen markanten Aufschwung erfahren. Zu unterscheiden sind die – historisch älteren – print-analogen Online-Publikationen (zum Beispiel digitale Quellen-
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