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Volume Heft 8

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 41.2007 (Rights reserved)

Digitale Bibliothek Themen Bibliotheksdienst 41. Jg. (2007), H. 8 887 „LIBER Think Tank on the future value of the book as artefact and the future value of digital documentary heritage“ an der Schwedischen Nationalbibliothek, Mai 2007 Dorothea Sommer Am 24. und 25. Mai 2007 fand in Stockholm an der Schwedischen Nationalbiblio- thek eine konferenz statt, die von den LIBER Preservation Division and Collection Development Division initiiert und ausgerichtet wurde. thema war die künftige Rolle des Buches als Artefakt und der Wert der gedruckten gegenüber der digi- talen Überlieferung. Die konferenz war als think tank angelegt, in dem informell über erkennbare Entwicklungstendenzen und mögliche Strategien gemeinsame Überlegungen von ca. 60 teilnehmern aus Europa, hier vornehmlich aus den skan- dinavischen Ländern und Großbritannien, den USA und kanada, aber auch aus Afrika, angestellt wurden. Die konferenz gliederte sich in drei große Sektionen, die sich den fragestellungen Die Zukunft des Buches, Bestandserhaltung – was? und Gibt es eine digitale kulturelle Überlieferung? widmeten. Nach der Eröffnung der konferenz durch den Direktor der Schwedischen Natio- nalbibliothek Gunnar Sahlin, übernahm Helen Shenton, Head of Collection Care, Bri- tish Library und Chair, the Ligue des Biblioth?ques Européennes de Recherche (LIBER), die Einführung in die thematik. Sie fixierte zwei zentrale Ausgangspunkte für die Erörterungen des think tanks: die Zukunft des Buches als physischer träger von gedruckten texten und Informationen ist durch die digitale technologie in fra- ge gestellt und die Zukunft des digitalen Erbes wird wiederum hinsichtlich der Langzeitverfügbarkeit diskutiert. Während Begriffe und konzepte für den Wert und die Authentizität bisher traditionell an physische objekte und Sammlungen geknüpft waren, werden diese zunehmend im Zusammenhang mit virtuellen In- formationsträgern diskutiert. Daher ergibt sich einerseits die frage, ob der Wert des Artefakts mit den digitalen Entwicklungen zunimmt oder zurückgeht und an- dererseits, ob die kritische Masse des „born digital“ oder digitalisierten Materials eine neue digitale kulturelle Überlieferung begründet. In Großbritannien haben diese fragen eine öffentliche Debatte ausgelöst, an der sich prominente vertreter des literarischen Lebens wie A.S. Byatt und Margaret Atwood, aber auch der aka- demischen Welt, wie der historiker David Starkey beteiligen. Auch der think tank in Stockholm suchte mit einer international ausgerichteten Auswahl von Spre- chern, die sowohl aus dem Bereich der kulturellen Überlieferung (Bibliotheken und Archive) wie auch der akademischen und literarischen Welt kamen, die frage zu beantworten, welche Dinge für die kulturelle Überlieferung wichtig und kons- tituierend sind, unabhängig davon, ob sie in einem physischen oder virtuellen format vorliegen.
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