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Volume Heft 8

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 41.2007 (Rights reserved)

Bibliotheken Themen Bibliotheksdienst 41. Jg. (2007), H. 8 885 Die finanziellen Auswirkungen der fusion lassen sich gegenwärtig noch nicht ge- nau beziffern, zumal ein endgültiger Stellenplan für die hochschul- und Landes- kirchenbibliothek noch nicht feststeht. Zweifellos aber kann behauptet werden, dass die veränderungen in der organisationsstruktur zu Synergieeffekten führen, die deutliche Einsparungen zur folge haben. Diese entstehen beispielsweise am Standort Düsseldorf durch die fokussierung der Erwerbung und aller übrigen Auf- gaben auf den Bedarf einer Behördenbibliothek. Der Personalbestand dort wur- de um knapp 70 Prozent verringert. Betriebsbedingte kündigungen hat es dabei nicht gegeben, vielmehr ist die Personalreduktion durch Umsetzungen innerhalb des Landeskirchenamtes und durch versetzungen an den Standort Wuppertal bewirkt worden. Durch den Personal- und Bestandsabbau wurden ferner Räume frei, die in Zukunft voraussichtlich der Bücherei-fachstelle der Evangelischen kir- che im Rheinland zur verfügung stehen. Am Standort Wuppertal ist hinsichtlich der eingesetzten Mittel ein deutlicher Effizienzgewinn zu verzeichnen, da die dort konzentrierten landeskirchlichen Einrichtungen keine eigenen Bibliotheken (mehr) benötigen, sondern von der hochschul- und Landeskirchenbibliothek mit versorgt werden. Auch hat sich Wuppertal als neuer Standort einer Landeskirch- lichen Bibliothek bisher außerordentlich bewährt, da zahlreiche externe Besucher, die an den veranstaltungen sowie an den Aus- und Weiterbildungsprogrammen des theologischen Zentrums teilnehmen, zugleich die Angebote der Bibliothek nutzen und nicht selten als „Stammkunden“ gewonnen werden können. Ausblick Wer an der organisatorischen vereinigung zweier wissenschaftlicher Bibliotheken arbeitet bzw. mitarbeitet, wird bald feststellen, dass er es nicht mit einem vor- gang zu tun hat, dessen Abschluss mit einem definitiven Datum markiert wer- den könnte. vielmehr handelt es sich bei einer fusion dieser Art um ein „work in progress“, um einen Prozess, der anhand neuer fragestellungen und heraus- forderungen zukunftsoffen gestaltet werden muss. So jedenfalls lassen sich die an der hochschul- und Landeskirchenbibliothek Wuppertal bisher gemachten Erfahrungen und gewonnenen Perspektiven umschreiben. Durch die fusion ist beispielsweise ein zusätzlicher Impuls gesetzt worden, künftig verstärkt nach vernetzten und kooperativen Lösungen zu suchen. Dies lässt sich u.a. am Pro- jekt einer „Digitalen Bibliothek“ verdeutlichen. Sie befindet sich an der hLB im Aufbau, ist aber gegenwärtig noch stark „hochschullastig“, d.h. auf den Bedarf von forschung und Lehre abgestellt. Die landeskirchliche Ebene (Bedarf der kir- chengemeinden und kirchenkreise, der landeskirchlichen Einrichtungen und des Landeskirchenamtes) ist dagegen stark unterrepräsentiert. hinzu kommt, dass auch die kirchliche hochschule inzwischen eine fusionierte Einrichtung darstellt, deren Standorte sich in Wuppertal und Bielefeld (Bethel) befinden. Die zugehö-
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