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Volume Heft 8

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue41.2007 (Rights reserved)

Themen Bibliotheken 882 Bibliotheksdienst 41. Jg. (2007), H. 8 rien wurden überprüft und am Standort Düsseldorf abbestellt, sofern sie für die Aufgaben einer Behördenbibliothek entbehrlich erschienen. Ansonsten gelten für das Erwerbungsprofil nunmehr folgende Grundsätze: In der Düsseldorfer Au- ßenstelle wird im Bereich der theologie und in den angrenzenden fächern auf einen breiten und systematischen Bestandsaufbau verzichtet. Die Erwerbung be- schränkt sich hier weitgehend auf Standardliteratur (Nachschlagewerke, Lexika, kommentarreihen u.dgl.). Monographien mit sehr spezieller thematik werden nur noch ausnahmsweise angeschafft, etwa in fällen häufiger Nachfrage oder des regelmäßigen bzw. dringenden dienstlichen Bedarfs. Da die Außenstelle die funktion einer Dienstbibliothek wahrnimmt, obliegt ihr ferner die Erwerbung und Erschließung von Rechts- und verwaltungsliteratur. Aus Gründen einer spar- samen und wirtschaftlichen haushaltsführung übernimmt die Bibliothek dar- über hinaus ab dem haushaltsjahr 2007 die zentrale Bewirtschaftung aller für den Medienerwerb im Landeskirchenamt vorgehaltenen finanzmittel. Ausnahmen bilden hier lediglich das landeskirchliche Archiv sowie die Büchereifachstelle, die noch über entsprechende eigene haushaltsansätze verfügen. Eine ergänzende Literaturversorgung des Landeskirchenamtes wird vom Standort Wuppertal aus vorgenommen, dem in seinen hauptfunktionen als hochschul- und Landeskir- chenbibliothek weiterhin die Aufgabe eines systematischen, bevorratenden Be- standsaufbaus in der theologie und den mit ihr korrespondierenden fächern (Philosophie, Psychologie, Pädagogik, Geschichte usw.) zukommt. Im Bereich der Inhaltserschließung sahen sich während des fusionsprozesses beide Einrichtungen mit dem Problem konfrontiert, dass in den Bibliotheken in Wuppertal und Düsseldorf bislang völlig unterschiedliche verfahrensweisen zum tragen kamen. In der Bibliothek des Landeskirchenamtes wurden die Bestände verbal unter Zugrundelegung der RSWk erschlossen, während die Bibliothek der kirchlichen hochschule bei der Beschlagwortung hausregeln anwandte. Die Düs- seldorfer Bibliothek verzichtete auf eine differenzierte klassifikatorische Inhalts- erschließung. Die Bibliothek der kirchlichen hochschule dagegen verwendete standortfreie Notationen, die sowohl umfassende als auch relativ präzise Such- anfragen ermöglichen. Um hinsichtlich der Recherche zu verlässlichen orientie- rungen ohne unnötige Einbußen bei der Relevanz- bzw. vollständigkeitsrate zu gelangen, einigten sich beide Bibliotheken im hinblick auf die neue, fusionierte Einrichtung auf die Einhaltung gemeinsamer Standards. An beiden Standorten werden daher inzwischen zur verbalen Inhaltserschließung die RSWk – in ver- bindung mit der Schlagwortnormdatei als Instrument der terminologiekontrolle – und zur klassifikatorischen Inhaltserschließung die Wuppertaler Notationen her- angezogen. Durch femddatenübernahme konnten diese koordinierungs- bzw. homogenisierungsmaßnahmen für den Bereich der verbalen Sacherschließung in großen teilen des Datenbestandes auch retrospektiv durchgeführt werden.
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