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Volume Heft 7

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 41.2007 (Rights reserved)

Themen Bibliotheken 736 Bibliotheksdienst 41. Jg. (2007), H. 7 Als dritter redner sprach herr Dr. Wulf D. von Lucius vom Verlag Lucius und Lucius in Stuttgart unter der Überschrift: „Struktureller Wandel in der Wissenschaftskom- munikation. Veränderte rollen und funktionen der glieder der informations- kette“. herr Lucius führte an, dass das Schreiben der Manuskripte schon immer von den hochschulen bezahlt worden wäre2 und die Verlage alle Dienste nach der Manuskripterstellung bezahlen würden. Die Nutzung der eigenen Produkte durch die Wissenschaftler und ihre institutionen sei unbestritten und für die Verlage auch kein Problem. Ein Bezahlen für das Veröffentlichen wie das open-Access-Modell es vorsehe, führe zu einer Steuerung der Veröffentlichungen durch die öffentliche hand. Diese Steuerung solle besser über den Markt durch die Verlage und das bei ihnen angesiedelte Begutachtungsverfahren erfolgen. open Access in der hand der Verlage könne funktionieren, aber die Wissenschaftler wären nicht in der Lage. dies selbst zu organisieren. Er kann sich vorstellen, dass die Wissenschaftler ihre Artikel auf die eigene homepage oder auf die der hochschule stellen, aber diese dürften nicht durch eine eigene Suchmöglichkeit erschlossen werden, da dies das Verwertungsrecht der Verlage schädigen würde. Die Basis der Verlagstätigkeit sei auf absehbare zeit die herstellung der gedruckten zeitschriften, da diese grund- lage die Wirtschaftlichkeit der Verlage sicherstelle. im vierten Beitrag stellte Professor Dr. Ernst-Ludwig von Thadden von der Universität Mannheim die frage: „funktioniert der Markt für wissenschaftliche zeitschriften? kann er funktionieren?“. zeitschriftenartikel werden von Wissenschaftlern für Wissenschaftler geschrie- ben, und diese Beiträge zur wissenschaftlichen Diskussion müssen auf den Weg gebracht werden. Er selbst ist in diesem Bereich in drei funktionen tätig, als Wis- senschaftler, als herausgeber einer wissenschaftlichen zeitschrift und als Autor und Leser. Und als Wirtschaftswissenschaftler interessiert ihn, wie der Markt für wissenschaftliche zeitschriften funktioniert. Märkte sind dadurch definiert, dass es ein gut und daran interessierte konsu- menten gibt. Das gut ist der Transport wissenschaftlicher inhalte, nicht diese selbst. zeitschriften transportieren diese inhalte, schaffen sie aber nicht. Die kon- sumenten sind die Leser und die Autoren der Beiträge. Produzenten dieses gutes „Transport“ sind die • Verlage mit gewinnerzielungsabsicht (for Profit = fP) • die gesellschaften ohne gewinnerzielungsabsicht (Not for Profit = NfP), • sowie Verlage (fP), die zeitschriften im Auftrag von gesellschaften (NfP) her- ausgeben. 2 Dies ist meines Wissens falsch: Noch zwischen den kriegen gab es Wissenschaftler, die von den honoraren für ihre Publikationen lebten.
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