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Volume Heft 7

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 41.2007 (Rights reserved)

Themen Ausland 76 Bibliotheksdienst 41. Jg. (2007), H. 7 sigen Bibliotheksbau errichten ließ, der 1965 bezugsfertig war. Das gebäude, wie- derum in der Locust Street gelegen, wurde gleichfalls ridgway Library getauft, und wenig später erfolgte der Verkauf des achtzig Jahre alten Vorgängerbaus. Die zusammenarbeit mit der „historical Society of Pensylvania“ hat sich über die Jah- re bewährt, sei es bei Ausstellungen oder Vorträgen, und die als komplementär angesehenen Sammlungen tragen dazu bei, dass beide Adressen bei forschern ein gutes renommee genießen. Sogar bei den Beständen ergab sich ein Schul- terschluss: Die LCP verwahrt die rara der historical Society, und diese lagerte die wertvollen Manuskripte der LCP in ihren Tresoren ein. Bereits im Verlauf der 1960er Jahre ging die Direktion dazu über, mehrere Bereiche als Spezialkollektionen zu definieren und diese gezielt auszubauen. zu den kern- bereichen, amerikanische geschichte und kultur bis zum Ende des 19. Jahrhun- derts, traten Afro-Amerikanische geschichte, Dokumente zur frauenbewegung, zur kultur der Deutsch-Amerikaner und der jüdischen Bevölkerung. Jüngst wurde die Druck- und Verlagsgeschichte Amerikas als Spezialsammlung ausgebaut, die mit 17.500 Büchern, Pamphleten und Plakaten, die vor 1800 in Amerika produziert wurden, zur zweitgrößten der Welt zählt. Eine eigene Abteilung widmet sich den Drucken und fotografien der Stadt Philadelphia, und mit großem Eifer sucht man Materialien zur gründungsgeschichte der USA zu erwerben, die sich ja größten- teils in und um Philadelphia abspielte. Seit einiger zeit schreibt die LCP pro Jahr mehrere Stipendien aus, um forschungen anhand der Sammlungen anzuregen, die sich auf ihren regalen befinden. Dem wurde auch baulich rechnung getragen, indem man das benachbarte Stadthaus erwarb und dort ein forschungszentrum für frühe amerikanische geschichte etablierte. Mit ihrer kollektion im Umfang von mehr als einer halben Million historischer Bü- cher, Manuskripte, Broschüren und Stiche, die von der kolonialzeit bis zum Ende des 19. Jahrhunderts reichen und fast alle im online-katalog „WolfPAC“ verzeich- net sind, hat sich die LCP als forschungszentrum für Americana etabliert. Seit eini- gen Jahren ist sie Mitglied in der „independent research Library Association“. Die Benutzung der Bibliothek ist heute kostenlos. Die LCP wird weiterhin allein aus pri- vaten zuwendungen unterhalten und ist somit die älteste existierende Subskrip- tionsbibliothek der USA. ihr kapitalvermögen (endowment) lag 2005 bei rund 25 Millionen Dollar, aber aus den zinsen und anderen Einkünften (zuwendungen von firmen, Stiftungen und aus Schenkungen) sind die jährlichen Unterhaltsko- sten nicht immer voll zu begleichen. für 200 Dollar kann jedermann eine Aktie der LCP erstehen, und auf den Webseiten wird dafür auch gebührend geworben. Und große wie kleine Spenden sind natürlich jederzeit willkommen (internet: www.librarycompany.org).
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