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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue41.2007 (Rights reserved)

Recht Themen Bibliotheksdienst 41. Jg. (2007), H. 6 661 gehend korrigiert, dass bei einer Dienstherreneigenschaft des Bundeslandes eine erneute befristete Beschäftigung möglich ist. 5. Rechtsfolgen wirksamer und unwirksamer Befristungsabreden 5.1 Kalendermäßig befristetes Arbeitsverhältnis Der Abschluss des Arbeitsvertrages erfolgt für eine bestimmte Dauer oder zu einem bestimmten Termin. Somit endet das Arbeitsverhältnis mit Ablauf der ver- einbarten Zeit (§ 15 Abs. 1 TzBfg). 5.2 Zweckbefristetes Arbeitsverhältnis Die Dauer des Arbeitsverhältnisses wird vom Eintritt eines von den Parteien als gewiss angesehenen Ereignisses abhängig gemacht. Beispiel: Vertretung eines erkrankten Arbeitnehmers. Das Arbeitsverhältnis endet mit Erreichen des Zwecks mit zweiwöchiger Auslauffrist (§ 15 Abs. 2 TzBfg). 5.3 Auflösend bedingtes Arbeitsverhältnis Die unbefristete Dauer des Arbeitsverhältnisses wird von den Parteien als möglich angesehen, es sei denn, es tritt ein als ungewiss angesehenes Ereignis ein. Dann erfolgt die gleichstellung mit einem zweckbefristeten Arbeitsverhältnis gemäß § 21 TzBfg. 5.4 Tatsächliche Fortsetzung des befristeten Arbeitsverhältnis Ist die vereinbarte Dienstzeit abgelaufen (durch Zweckerreichung oder Eintritt der auflösenden Bedingung) und der Arbeitnehmer arbeitet mit wissen des Arbeit- gebers weiter, so gilt das Arbeitsverhältnis als auf unbestimmte Zeit verlängert, wenn der Arbeitgeber nicht rechtzeitig widerspricht oder dem Arbeitnehmer den Ablauf der Dienstzeit rechtzeitig mitteilt (§ 15 Abs. 5 TzBfg). 5.5 Unwirksame Befristungsvereinbarungen Unter den folgenden Voraussetzungen ist eine Befristung des Arbeitsverhält- nisses unwirksam: • kein sachlicher grund liegt vor oder • Voraussetzungen der § 14 Abs. 2–3 TzBfg liegen nicht vor oder • keine spezialgesetzliche regelung einschlägig oder • fehlende Schriftform (s. § 125 S 1 BgB)
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