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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 41.2007 (Rights reserved)

Beruf Themen Bibliotheksdienst 41. Jg. (2007), H. 6 627 4. „Wir sind wie Pizza!“ Die eingeforderte Praxiserfahrung gleicht der Magisterstudent mit der fähigkeit zum konzeptionellen Denken, zur Organisation und mit einem großen Maß an Kreativität aus. Auf dem BID-Kongress 2007 präsentierten sich die Studierenden des Instituts für Bibliotheks- und Informationswissenschaft mit einer ungewöhn- lichen Aktion den Besuchern. Mit dem werbespruch „wir sind wie Pizza!“ luden sie zur kostenlosen Verköstigung mit Pizza ein. Der Deutschen liebstes Essen wurde dabei symbolisch mit dem Studiengang Bibliothekswissenschaft verknüpft. Pizza- boden, Tomatensoße und Belag standen hierbei symbolisch für die Ausbildung: Der Boden entspricht dem bibliothekswissenschaftlichen curriculum, das alle Ma- gisterstudenten absolvieren, die Soße hingegen ist unterschiedlich gewürzt und entspricht den individuell vertieften Schwerpunkten im Hauptstudium. Der Belag schließlich – die Salami, der Schinken, die champignons, die Paprika – steht für die unterschiedlichen Zweitfächer, die jeder Studierende mit einbringt. Bei dieser stu- dentischen Aktion stand einerseits die Betonung eben dieses Zweitfachs auf der Agenda, andererseits aber auch die Hervorhebung fachlicher Spezialisierungen, die an der fachhochschule nicht gelehrt werden. Dazu gehören neben metho- dischen Verfahren aus der Linguistik, der Anthropologie, der Psychologie, der In- formatik und der Betriebswirtschaft auch ureigene bibliothekswissenschaftliche forschungszweige wie die Bibliometrie, die Informetrie, das elektronische Publi- zieren und das gebiet der Digitalen Bibliothek. 5. Bibliothekswissenschaftler sind Mediatoren Aber was soll man nun mit einem Bibliothekswissenschaftler in einer Bibliothek? Ohne frage benötigen Direktoren Mitarbeiter, die die tägliche Arbeit routiniert erledigen können und sich keine gedanken über die Bibliothek von morgen ma- chen müssen. für die fortentwicklung der Bibliothek hingegen ist offenbar kein geld vorhanden. Stattdessen setzen Bibliotheken auf Outsourcing in großem Stil. Die Entwicklung am Online-Katalog, der in der heutigen digitalen welt das Kernstück einer Bibliothek sein sollte, wird fast überall in gänze externen firmen überlassen. Bibliothekswissenschaftler können durch ihr Studium die funktion eines Vermittlers ausüben. Anders als Diplombibliothekare kennen sie sowohl die bibliothekarische als auch die wirtschaftliche und technische Seite. Magis- terabsolventen sind Mediatoren zwischen den wünschen der Bibliothek und den Angeboten der ausführenden firmen. Ein Magisterabsolvent hat gelernt, die ak- tuellen Entwicklungen in der forschung zu verfolgen. Er muss nicht Informatiker sein und Software selbst entwickeln können, aber er muss genügend technisches wissen besitzen, um mit seinem gegenüber diskutieren zu können. Er muss wis- sen, welche Probleme und Vorteile rfID mit sich bringt, er muss wissen, was auf dem gebiet der recommender-Systeme entwickelt wird, und bei der Einführung
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