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Volume Heft 5

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 41.2007 (Rights reserved)

Themen Technik 560 Bibliotheksdienst 41. Jg. (2007), H. 5 analogen Objekten (wie Computerspiele und ihre Verpackungen, Anleitungen, etc.). Jeder Übungsgruppe wurde eine Rolle (Institution) zugewiesen mit deren Sichtweise sie die Aufbewahrungswürdigkeit der überantworteten Objekte be- werten und in das OAIS-Modell eingliedern sollten. Dies ermöglichte es, sich mit dem abstrakten OAIS-Modell anhand realer Objekte auseinanderzusetzen und somit dessen Aufbau besser zu verstehen. Frau Prof. Regine Scheffel (HtWK Leipzig) ging in der vierten Lektion auf die Schwie- rigkeit der Auswahl bewahrungswürdiger digitaler Objekte ein. In Anbetracht der Komplexität von Systemen zur digitalen Langzeitarchivierung und ihrer abseh- bar hohen Kosten ist die Auswahl der tatsächlich als bewahrungswürdig anzuse- henden Objekte ein kritischer Punkt: Die Langzeitarchivierung muss finanzierbar bleiben, andererseits sind nicht archivierte „born digitals“ bei der entscheidung gegen eine Archivierung nicht mehr zu retten. Die Aussagen der UNeSCO Charter on the Preservation of Digital Heritage14 zu den Auswahlkriterien für die Archivie- rung des digitalen Kulturgutes sind zum teil differenziert, aber auch stellenweise sehr allgemein gehalten. Aus diesem grund wurden in der Lektion anhand von Unterlagen aus dem Kulturerbebereich Selektionskriterien formuliert und mit den von den teilnehmern im Brainstorming erarbeiteten Kriterien abgeglichen. Den Arbeitsgruppen wurden Institutionsidentitäten (z.B. Museen, Bibliotheken oder Archive) zugewiesen, mit denen sie anschließend in der Übung „Kriterien- raster“ entwarfen und anhand von Beispielmaterial prüften und diskutierten. Das Material wurde aus den Bereichen Archiv, Bibliothek und Museum sowie aus dem Kulturgüterschutz zusammengestellt. Der Vortrag von Stefan Strathmann (SUB göttingen) beschäftigte sich mit der ent- wicklung von Rahmenbedingungen für die digitale Langzeitarchivierung, den Preservation Policies. Um die dauerhafte Bereitstellung des digitalen Kulturerbes zu ermöglichen, bedarf es umfangreicher und verbindlicher Regelungen zur Langzeiterhaltung digitaler Objekte. Diese Strategien werden mit dem Begriff ‚Po- licy‘ zusammengefasst. Policies werden üblicherweise anhand ihres geltungsbe- reiches unterschieden. Am geläufigsten sind nationale (z.B. gesetz über die Deut- sche Nationalbibliothek (DNB)15, nestor-Memorandum zur Langzeitverfügbarkeit digitaler Informationen in Deutschland16) oder institutionelle Preservation Policies (z.B. OCLC Digital Archive Preservation Policy and Supporting Documentation17, National Archives of Canada: Preservation Policy18, UK Data Archive: Preservation 14 http://portal.unesco.org/ci/en/ev.php-URL_ID=13366&URL_DO=DO_tOPIC&URL_ SeCtION=201.html 15 http://www.bgblportal.de/BgBL/bgbl1f/bgbl106s1338.pdf 16 http://www.langzeitarchivierung.de/downloads/memo2006.pdf 17 http://www.oclc.org/support/documentation/digitalarchive/preservationpolicy.pdf 18 http://www.collectionscanada.ca/preservation/1304/docs/preservationpolicy_e.pdf
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