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Volume Heft 5

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 41.2007 (Rights reserved)

Benutzung Themen Bibliotheksdienst 41. Jg. (2007), H. 5 521 Verlängerung von Öffnungszeiten – wie kann das gehen? Ein Beispiel aus der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) Otto Jagla eigentlich waren wir davon ausgegangen, dass die Diskussion um die Verlänge- rung von Öffnungszeiten in deutschen Bibliotheken schon längst gelaufen ist und auch die Umsetzung schon abgeschlossen. Die vermehrten Anfragen bei uns, die Bitte um Überlassung von Planungsunterlagen, haben uns eines Besseren belehrt. Daher haben wir uns entschlossen, nun doch einen Artikel über die erfolgreiche Öffnungszeitenverlängerung in der zLB zu veröffentlichen und hoffen, damit eini- ge Anregungen und Lösungsansätze zur Diskussion beitragen zu können. Zur Vorgeschichte in der ZLB Nach der Fusion der beiden großen Berliner Öffentlichen zentralbibliotheken 1995 (Amerika gedenkbibliothek (AgB) / West und Berliner Stadt Bibliothek (BStB) / Ost) zur zentral- und Landesbibliothek Berlin (zLB) gab es unterschiedliche Öff- nungszeiten in den Häusern: AgB: Mo 15–19 Uhr, Di–Sa 11–19 Uhr BStB: Mo–Fr 10–21 Uhr, Sa 10–18 Uhr Während in der AgB in den Öffnungsstunden alle Dienstleistungen angeboten wurden, war in der BStB nach 19 Uhr nur noch der Lesesaal für die Präsenznutzung geöffnet. Beide Modelle hatten ihre besonderen Probleme. So kam es in der AgB immer am Montag um 15 Uhr mit Öffnung der Bibliothek zu einem Massenandrang, der über die gesamte Öffnungszeit dieses tages anhielt und für Nutzer und Mitar- beiter kaum zumutbar war. Die Wartezeiten am Rückgabetresen und auch am Ausleihtresen betrugen oftmals mehr als 40 Minuten. In den 4 Stunden wurden ebenso viele Medien zurückgenommen und ausgeliehen wie sonst an tagen mit 8 Stunden Öffnungszeit. In der BStB musste man den Kunden erklären, dass sie nach 19 Uhr keine Medien mehr ausleihen, zurückgeben oder im Magazin bestel- len können. Drei Jahre nach der Fusion wurde der erste Versuch unternommen, die Öffnungs- zeiten zu harmonisieren. Das war durchaus ein Wunsch der Mitarbeiter und natür- lich auch einer der Kunden, wie Befragungen eindeutig belegten. In einer Arbeits- gruppe wurden Lösungsvorschläge heftig diskutiert. Die verschiedenen Vertreter der Abteilungen und Referate waren jedoch meist sehr unterschiedlicher Auffas- sung und vertraten häufig nur ihre eigenen gruppeninteressen. Man erschöpfte sich schnell in der Darstellung dessen, was nicht geht, und der Aktionismus en-
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