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Volume Heft 4

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 41.2007 (Rights reserved)

Themen Informationsvermittlung 446 Bibliotheksdienst 41. Jg. (2007), H. 4 dierende verfügen müssen, um Anforderungen in Wissenschaft und beruflicher Praxis bewältigen zu können. Didaktisch-methodisch folgt aus der Kompetenzo- rientierung des Studiums der so genannte „Shift from teaching to learning“5, d.h. der Wechsel von der Stoffzentrierung der Lehre zur Kompetenzorientierung des Selbstlernens6. Der Lernende im Prozess seines lebenslangen Lernens soll durch sein Studium dabei unterstützt werden, sich unter schnell verändernden Rah- menbedingungen gegenüber rasch wechselnden Anforderungsprofilen und in widersprüchlichen komplexen Situationen zurecht zu finden, diese zu gestalten und deren Unbestimmtheit zu ertragen. Von ihm wird erwartet, dass sein erwor- benes Wissen wesentlich kontextbezogen und jederzeit anwendungsfähig ist. Daher spielen der Anwendungs- und Praxisbezug, die Vernetzung des Wissens sowie der Erwerb von Methodenkenntnissen und Problemlösestrategien eine zentrale Rolle beim Kompetenzerwerb. Zu den Voraussetzungen lebenslangen Lernens gehört insbesondere das Ver- fügen über Informationskompetenz7, die in der bibliothekarisch-informations- wissenschaftlichen Diskussion übereinstimmend als Fähigkeit verstanden wird, problembezogen Informationsbedarf zu erkennen, Informationen zu ermitteln, zu evaluieren und gezielt zu nutzen. Eine zentrale, aber bisher vielerorts nicht hinreichend wahrgenommene Herausforderung besteht darin, Informations- kompetenz fach- und studiengangsspezifisch zu vermitteln8. Über Lüneburger Erfahrungen zur Integration bibliothekarischer und erziehungswissenschaftlicher Perspektiven im Modul „Information Literacy“ des BA-Studiums Bildungswissen- schaften sei im Folgenden berichtet. und Lernen nach den Regeln des „Marktes“ / hrsg. Von Dietrich Hoffmann …– Mit Beiträgen von Hans-Dieter Haller… – Weinheim [u.a.] : Beltz, 2003, S. 213–232. 5 Welbers, Ulrich (Hrsg.): The Shift from Teaching to Learning. Konstruktions- bedingungen eines Ideals ; für Johannes Wildt zum 60. Geburtstag / Ulrich Welbers … – Bielefeld: Bertelsmann-Verl., 2005. – (Blickpunkt Hochschuldidaktik ; 116). 6 Borchard, Christiane: Hochschuldidaktische Weiterbildung – Akzeptanz und Wirkung. Eine Analyse am Beispiel des Bausteinprogramms WindH ; Weiterbildung in der Hochschule. Münster [u.a.]: Lit-Verl., 2002. – (Forum Hochschulentwicklung und Hochschuldidaktik; 2). 7 Neumann, Karl: Zu Lehren verstehen. Bedingungen und Formen der Qualitäts- sicherung von universitärer Lehre und hochschuldidaktischer Weiterbildung. In: Gaus, Detlef (Hrsg.): Wie verstehen Pädagogen? Begriff und Methode des Verstehens in der Erziehungswissenschaft / Detlef Gaus … – Wiesbaden : VS-Verl., 2006, S.229–240. 8 Kraft, Nadine: Die lehrende Bibliothek. Bibliothekare als Netzwerker. In: duz Magazin 2006, 10, S. 32–33, S. 32.
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