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Volume Heft 1

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 41.2007 (Rights reserved)

Aus der BID Bibliotheksdienst 41. Jg. (2007), H. 1  Aus den Verbänden DBV Gemeinsame Erklärung deutscher Bibliotheken zur Frage von kriegsbedingt verlagertem Kulturgut Anlässlich des DBV-Workshops „Bibliotheken und kriegsbedingt verlagertes Kul- turgut“ am 13. November 2006 in Berlin mit Vertretungen aus 20 Bibliotheken wurde folgende gemeinsame Erklärung verabschiedet: Viele deutsche Bibliotheken haben neben Kriegsverlusten an ihren Beständen noch immer die Folgen von Kriegsverlagerungen zu beklagen. Bis heute konnte nicht abschließend geklärt werden, ob diese verlagerten Bestände zerstört sind oder sich in der Obhut von Bibliotheken und anderen Kultureinrichtungen im Ausland befinden. Vor allem durch kriegsbedingte Verlagerungen der Trophäen- kommission der Roten Armee wurden bibliothekarische Sammlungen auf Einrich- tungen im Gesamtgebiet der ehemaligen Sowjetunion verteilt. Bibliothekarische Sammlungen, die für die Geschichte und Wirkung ihrer Einrich- tung eine wichtige Rolle spielen, sind entweder ganz verschollen oder auseinan- der gerissen worden. Wertvolles Kulturgut und viele einmalige Überlieferungen sind für Wissenschaftler und Forscher vielleicht für immer verloren. Das Schicksal dieser Bibliotheksbestände ist ungewiss und ihr aktueller Aufenthaltsort nach wie vor oft unbekannt, wie die auf dem Workshop des Deutschen Bibliotheksver- bandes vorgestellten Ergebnisse einer aktuellen Umfrage belegen. Die Teilnehmenden sind daher der Meinung, dass neue Wege gefunden werden müssen, um mehr über den Verbleib einzelner Sammlungen und wertvoller Be- stände zu erfahren, sie zu katalogisieren sowie ihre Erhaltung und Zugänglichkeit zu sichern. Dabei werden die objektiven Gegebenheiten und die aktuelle Situa- tion berücksichtigt. Während in den Gesprächen mit Russland und Polen keine Einigung erzielt wer- den konnte und unterschiedliche Auffassungen bestehen, sind andere Länder wie z.B. Georgien, die Ukraine, Weißrussland oder Armenien zur Rückgabe bereit, haben zum Teil schon entsprechende Aktivitäten umgesetzt oder sind an Ver- handlungen interessiert. Aus der BID
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