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Volume Heft 3

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 41.2007 (Rights reserved)

Aus der BID 268 Bibliotheksdienst 41. Jg. (2007), H. 3 fektiver umzusetzen, wie dies in einigen westeuropäischen Nachbarländern bereits geschieht. Eine ebenso große und derzeit besonders drängende Herausforderung ist die Langzeitarchivierung digitaler Medien. Hier hat sich ein Kompetenznetz- werk Langzeitarchivierung gebildet (Nestor), das weiterer Unterstützung bedarf. . Die ehrenamtliche Bibliotheksarbeit sowie die bibliothekarische Versorgung städtischer Randgebiete und des ländlichen Raums Das ehrenamtliche Engagement ist noch nicht überall so verbreitet, dass damit in den letzten Jahren Schließungen von Zweigbibliotheken hätten verhindert wer- den können. Solche Einrichtungen brauchen qualitätsvolle Austauschbestände und fachliche Unterstützung. Es ist daher wichtig, dass Fachstellen weiter existieren und nicht geschlossen werden, um kleine und auch ehrenamtlich geführte Biblio- theken mit der notwendigen Bestandsqualität und Fachkenntnis zu unterstützen. Für eine Ergänzung des Netzes der öffentlichen Bibliotheken spielen die kirch- lichen Bibliotheken mit ihren ehrenamtlichen Mitarbeitern eine wichtige Rolle. Auch hier ist die qualitative Betreuung durch Fachstellen entscheidend, die auch Fortbildungen im Umgang mit Literatur anbieten. Bürgerschaftliches Engagement kennen viele Bibliotheken durch ihre Freundes- kreise. Sie pflegen Netzwerke von Vorlesepaten und fördern Patenschaften wie Lernlotsen, Schülermentoren oder Senioren-Internethelfer. Die Bibliotheken inves- tieren in die Einbindung dieser Freiwilligen einen erheblichen Koordinationsauf- wand. Nur einige Bereiche der Bibliotheken sind für Ehrenamtliche attraktiv oder können auf Spenden hoffen. Um die vielfältigen Aufgaben der öffentlichen Bibliotheken als Partner in Bildung und Kultur zu erfüllen, ist qualifiziert ausgebildetes hauptamtliches Fachpersonal in einer öffentlichen Infrastruktur unverzichtbar. Dies wird bei der weiteren Zunah- me des veröffentlichten Wissens in allen Formen immer wichtiger. Die Teilnehmenden Elke Beer, Chemnitz, Klaus-Peter Böttger, Mülheim, Dr. Thomas Bürger, Dresden, Ingrid Bussmann, Stuttgart, Katharina Dörnemann, Mainz, Ute Hachmann, Brilon, Dr. Michael Knoche, Weimar, Barbara Lison, Bremen, Dr. Daniela Lülfing, Berlin, Prof. Dr. Claudia Lux, Berlin, Prof. Dr. Paul Raabe, Wolfenbüttel, Susanne Riedel, Bielefeld, und Dr. Carola Schelle-Wolf, Hannover, verließen Schloss Bellevue mit dem guten Gefühl, in Bundespräsident Horst Köhler einen wirklichen Partner für die Zukunft der Bibliotheken gewonnen zu haben. Ob er in Zukunft Bibliotheken vermehrt in seinen Reden erwähnen wird und ob er bei seinen Reisen in Zukunft auch Bibliotheken besuchen wird, das bleibt abzuwarten. Die Gäste des Kulturfrühstücks beim Bundespräsidenten glauben aber daran. Prof. Dr. Claudia Lux
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