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Volume Heft 2

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 41.2007 (Rights reserved)

Themen Erwerbung 164 Bibliotheksdienst 41. Jg. (2007), H. 2 ein jährlich zu entrichtender vierstelliger Betrag für eine durchschnittliche Univer- sitätsbibliothek eine realistische Option darstellt. Daher wird immer mehr über Alternativlösungen nachgedacht, um alltägliche Pro- zesse in diesem Bereich auch für die einzelne Bibliothek zu erleichtern. Auf einem in Zusammenarbeit mit der Expertengruppe Erwerbung und Bestandsentwick- lung des DBV6 veranstalteten Workshop der Zentralbibliothek des Forschungs- zentrums Jülich z.B. wurden im Herbst 2006 selbst erstellte ERM-Lösungen aus Jülich und Ilmenau vorgestellt. Aber vor allem für Teilfunktionen eines ERM-Sys- tems lassen sich auf der Basis gängiger Software vergleichsweise einfach selbst Programme erstellen, die regelmäßig zu wiederholende Arbeitsprozesse auto- matisieren und so Arbeitszeit sparen. Dies soll im folgenden am Beispiel einer in VBA programmierten Excel-Lösung für die automatisierte Contentanalyse, z.B. bei Aggregatordatenbanken, demonstriert werden. Automatisierte Contentanalyse Für Fachreferenten wie Erwerbungsleiter stellen sich immer wieder dieselben Fra- gen: Wie gut ergänzt eine neu angebotene Aggregatordatenbank das Volltextan- gebot der Bibliothek, wie weit überlappen sich zwei Angebote, rechtfertigt die Anzahl singulärer Titel einer Datenbank einen Kauf? Oft werden in deutschen Bi- bliotheken solch zentrale Fragen aus Zeit- oder anderen Gründen ‚aus dem Bauch heraus‘ bzw. nach einem kursorischen Vergleich entschieden; eine methodische Auswertung der Inhalte findet allzu selten statt. Eine Lösung für diese Fragen bie- tet z.B. das oben genannte USAS:7 Zu dessen Vorzügen gehören die aktuellen und einheitlich formatierten Daten aus Ulrichsweb sowie die Knowledge Base gän- giger Aggregatordatenbanken. Es lässt sich jedoch auch eine kostengünstigere Lösung finden: Setzt man voraus, dass die Hersteller von Aggregatordatenbanken jeweils aktuelle Contentlisten als Excel-Datei (oder mindestens in importierbarem Format) auf ihren Homepages anbieten, und ist man bereit, die wenigen Hand- griffe vorzunehmen, die evtl. zur Anpassung der Formatierung erforderlich sind, so kann der systematische Contentvergleich nach ISSN (auf Wunsch auch nach Titel) mit Angabe der Mengen singulärer und dubletter Titel sowie Prozentzahlen auch durch eine in VBA programmierte Excel-Lösung möglich gemacht werden. Das hier vorgestellte Tool steht unter http://www.ub.uni-muenchen.de/pdfs /Contentvergleich.xls zum kostenlosen Download bereit. (Nach dem Anwählen des Links sollten die Makros deaktiviert werden, dann kann die Datei einfach ab- 6 http://www.fz-juelich.de/zb/Programm_Okt_2006/ 7 Zu den Einsatzmöglichkeiten s. z.B. Alice Keller; Dag Martinsen: “Serials rationalization at Oxford University library services using Ulrich’s serials analysis system”. Serials 18 (2005) 1, 38–44.
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