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Volume Heft 1

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue41.2007 (Rights reserved)

Themen Bibliotheken  Bibliotheksdienst 41. Jg. (2007), H. 1 Als konkrete Beispiele seien benannt: • wissenschaftliche Erschließung der sog. „Spitta-Sammlung“ (Universität der Künste, Berlin) – heute in der UB Lodz (Polen) aufbewahrt • Digitalisierung der Flugschriften der Sammlung des Arztes George Friedlaender (Zentral- und Landesbibliothek Berlin) – ebenfalls heute in der UB Lodz • Katalogisierung von Musikhandschriften (u.a. Staatsbibliothek zu Berlin) – heute in der Russischen Nationalbibliothek St. Petersburg. Die Verlustfragen haben nicht nur eine juristische und politische Dimension und sie kennen nicht nur eine einzige Antwort, nämlich die vollständige Rückgabe. Die Realität ist weitaus vielfältiger und die Projekte zeigen das Bemühen, die Informa- tionen über die Verluste zu erhöhen und die Zugänglichkeiten zu verbessern oder überhaupt herzustellen. Explizit kein Interesse hat nur eine verschwindende Minderheit benannt (oder zu benennen gewagt?), genau betrachtet sind es zwei Bibliotheken, das entspricht 5,9%. Heißt auch das, dass selbst bei betroffenen Bibliotheken nicht in allen Fällen eine heute noch aktuelle Problematik gesehen wird? Oder ist die geringe Zahl der Verluste (100 bzw. 150 Bände sind angegeben) in diesen beiden Bibliotheken eine Erklärung für diese Antwort? . Der Wert der Bestände In fünf Kategorien konnten die Bibliotheken den Wert ihrer Verlust-Bestände einordnen, von höchster kulturhistorischer weltweiter Bedeutung bis hin zur all- gemeinen Bedeutung, auch die Antwort „keine Bedeutung mehr“ war möglich. Interessant ist die Aufteilung, Mehrfachnennungen waren nicht nur möglich, son- dern bei fast allen Bibliotheken die Regel der Antwort, d.h. die Bibliotheken diffe- renzieren ihre Verluste sehr wohl. Die höchste kulturhistorische, weltweite Bedeutung wurde von 15 Bibliotheken (44,1%) angegeben, eine nationale Bedeutung ihrer Verluste sehen 18 Biblio- theken, dieselbe Zahl findet sich bei der Gruppe der „regionalen Bedeutung“ (das entspricht jeweils 52,9%). Wichtig ist auch die Bedeutung im Zusammenhang des eigenen Bibliotheksbe- standes, immerhin 20 Bibliotheken (58,9%) machen hierzu Angaben. Eine allge- meine wissenschaftliche Bedeutung der Verluste werden von 13 Institutionen benannt (38,2%); immerhin 3 Bibliotheken (8,8%) geben an, ihre Verluste hätten heute keine Bedeutung mehr. Nur vier Bibliotheken (11,8%) machten keine Anga- ben.
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