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Volume Heft 12

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 41.2007 (Rights reserved)

Bestandserhaltung Themen Bibliotheksdienst 41. Jg. (2007), H. 12 1275 Das Kompetenzzentrum Bestandserhaltung für Bibliotheken und Archive in Berlin und Brandenburg Ein regionales Netzwerk für die Erhaltung des Kulturgutes Annette Gerlach Als am 30.11.2005 der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Frau Prof. Dr. Wanka, und der damals für die Kultur in Berlin zuständige Staatssekretärin Frau Kisseler im Rahmen einer Pressekonferenz eine Studie zur Bestandserhaltung in Berlin und Brandenburg überreicht wurde, war kaum zu erwarten, dass schon zwei Jahre später eine der zentralen Forderungen dieses Papiers in die Praxis umgesetzt sein würde. Die Studie basierte auf einer Umfrage, die im Jahr 2004 in Berliner und Brandenburger Archiven und Biblio- theken durchgeführt wurde.1 Sie hatte gezeigt, dass in den letzten Jahren bereits zahlreiche Aktivitäten zur Erhaltung des Kulturgutes durchgeführt wurden, aber auch den sehr großen Bedarf an weiteren Maßnahmen deutlich gemacht. Dabei wurde sichtbar, dass derartige Aktivitäten nicht nur eine Frage von Sachmitteln sind, sondern auch die personellen Ressourcen in den Einrichtungen mehr als zu wünschen übrig lassen. Dass Handlungsbedarf bestand (und besteht), war an der Zahl der Einrichtungen zu sehen, die sehr starke Schädigungen des Bestandes meldeten, besonders eindrücklich aber an der Tatsache, dass schon in über der Hälfte der Bibliotheken und Archive in Berlin und Brandenburg Einschränkungen für die Benutzung aufgrund der Schadenssituation erfolgen mussten; in Biblio- theken lag die erschreckende Zahl sogar bei über 77%. Die Studie erhob nicht nur die Forderung nach mehr geld und Personal, sondern sie verwies auch auf die Strukturen in der Region, die es durch die Errichtung eines „Kompetenzzent- rums“ zu verbessern gelte, da nur durch die Zusammenarbeit eine wirkliche Ver- besserung erreichbar sei. Denn nicht alle Bestände, die heute in Bibliotheken und Archive vorhanden sind, werden mit allen restauratorischen Möglichkeiten, die es in beeindruckender Weise gibt, für die Zukunft zu retten sein. So sind Zusam- menarbeit sowie verlässliche und verbindliche Absprachen mit dem Ziel einer re- gionalen Konzeption wesentliche Bausteine für eine effektive Bestandserhaltungs- politik. Nach zwei Jahre kann zwar noch nicht davon berichtet werden, dass alles in den beiden Bundesländern erreicht sei, aber wesentliche Schritte sind seit Herbst 2006 tatsächlich in die Praxis umgesetzt worden. 1 Vgl. Annette gerlach / Uwe Schaper: Bestandserhaltung in Berlin und Brandenburg. Auswertung einer Umfrage in Archiven und Bibliotheken. In: Bibliotheksdienst 39 (2005), H. 12, S. 1553–1582.
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