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Volume Heft 11

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 41.2007 (Rights reserved)

Themen Recht 1186 Bibliotheksdienst 41. Jg. (2007), H. 11 zelne Seiten. Problematisch ist bereits der Nachweis im Bibliotheks-Katalog, da auch dort der herausgeber genannt werden müsste. Es wird deshalb empfohlen, das Werk im Katalog zwar zu verzeichnen, aber die eingeschränkte Benutzbarkeit (nur bei wissenschaftlichem Interesse) anzumerken. Im Ausnahmefall müsste das Werk ganz aus dem Katalog gestrichen und aus dem Ausleih-Bestand genommen werden, bis nach einigen Jahren das Interesse der Beteiligten an dem Konflikt er- loschen ist. Ausleihvergütung für DiViBib Medien Aus der DiViBib können digitale Medien (z.B. hörbücher) auf digitale Art und Wei- se „entliehen“ werden. Bibliotheken, die ihren Nutzern die Angebote von DiViBib zugänglich machen, zahlen für die ‚Ausleihen’ an DiViBib; DiViBib zahlt wiederum z.B. an Naxos. Den Bibliotheken wurde nun eine Ergänzungsvereinbarung bzgl. der Ansprüche von Verwertungsgesellschaften vorgelegt. Es wird empfohlen, diese Zusatzvereinbarung nicht zu unterschreiben, denn § 27 Abs. 2 UrhG ist für unkörperliche Medien nicht relevant. Urteil VG Münster „Verlorener Bibliotheksausweis“ In einem vom VG Münster am 24. April 2007 entschiedenen Fall (AZ: 1 K 464/06) hatte eine UB von einer Benutzerin Schadenersatz für den Verlust von Büchern gefordert, die mit deren Benutzungsausweis entliehen worden waren. Der Be- nutzerin ist der Ausweis zuvor abhanden gekommen. Das Gericht wies die Klage mit der Begründung ab, dass der Bibliothek ein überwiegendes Mitverschulden am entstandenen Schaden zur Last gelegt werden müsse. Das Organisationsver- schulden der Bibliothek bestehe darin, dass bei der Ausleihe nicht anhand des mit einem Lichtbild versehenen Benutzungsausweises die Identität des Entleihers geprüft werde. Auch Stichproben würden nicht stattfinden. Diese Argumentation ist nach Ansicht der Rechtskommission des DBV zutreffend. Das Urteil gibt erneut Anlass, die Ausleihpraxis von Bibliotheken angesichts der in jüngerer Zeit ergangenen Urteile einer kritischen Überprüfung zu unterziehen. Problematisch werden hauptsächlich die Fälle, in denen Selbstverbuchungsanla- gen zum Einsatz kommen oder Benutzungsausweise ohne Bild verwendet wer- den. Wirksamwerden von Benutzungsordnungen Die Rechtskommission hält einen Satz in Benutzungsordnungen für sinnvoll, dass diese bereits mit Betreten der Bibliothek wirksam werden. Damit wäre die Benutzungsordnung auch auf Benutzer anwendbar, die sich nicht anmelden. Im
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