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Volume Heft 11

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue41.2007 (Rights reserved)

Themen Informationsvermittlung 1182 Bibliotheksdienst 41. Jg. (2007), H. 11 von kurzen einleitenden, überleitenden oder kommentierenden Texten der Stu- dierenden umrahmt werden. Die eben genannten Aspekte der Breite und Aus- gewogenheit der Informationssammlung sind dabei nicht nur inhaltlich zu ver- stehen, sondern auch medial, denn die zu erstellende Dokumentation soll nach Möglichkeit verschiedene Publikations- und Informationstypen berücksichtigen. Dem gemäß beinhalten die im BOK-Kurs erarbeiteten Dokumentationen neben Textinformationen auch Bilder, Grafiken oder Tabellen. Die genannte Dokumentation bot eine Fülle von Informationen zu den verschie- denen Aspekten des Gesamtthemas wie z.B. dem rechtlichen Rahmen, dem zu- grundeliegenden Bildungsbegriff, dem internationalen Vergleich sowie der poli- tisch-sozialen Dimension der Thematik. So kamen am Ende der jeweiligen BOK-Kurse immer wieder ansprechende und gehaltvolle Dokumentationen im Umfang von 60 bis 130 Seiten zustande. In die- sem Sinne kann man das geänderte BOK-Modell aus der Sicht der Verantwort- lichen als Erfolg bewerten, zumal die abschließende Kursevaluation immer wie- der zeigt, dass die meisten Studierenden die mit der Dokumentationserstellung beabsichtigte Verknüpfung von formaler Arbeitstechnik mit inhaltlich-sachbezo- gener Auseinandersetzung als positiv empfinden. Dennoch soll nicht verschwie- gen werden, dass im Laufe der Erarbeitung der Dokumentation gelegentlich auch Probleme auftreten. hier sind vor allem zwei Schwierigkeiten zu nennen, mit de- nen sich viele Kursteilnehmer(innen) immer wieder konfrontiert sehen: Zunächst die aus ihrer Studienpraxis herrührende Gewohnheit, einen bestimmten Sachver- halt mit eigenen Worten darzustellen und zu erörtern. Dies führt dazu, dass die Kursteilnehmer(innen) stets dazu neigen, eine Studie mit eigenen Überlegungen zu verfassen, statt eine Informationssammlung zu dem gegebenen Thema zu- sammenzustellen. Ein weiteres Problem besteht für die Studierenden darin, den Prozess der Informationsauswahl und -präsentation sowohl in seinem zeitlichen Umfang als auch in seiner zuweilen technischen Problematik zielgerichtet zu pla- nen und effektiv zu gestalten. Konkret bedeutet dies, dass sie für die Suche nach Informationen meist zu viel Zeit aufwenden, die dann bei den anschließenden Arbeitsschritten fehlt. Daher erfolgen sowohl die Auswahl als auch die abschlie- ßende Zusammenstellung der unterschiedlichen Informationsdokumente meist unter hohem Zeitdruck. Dies ist wohl der Grund dafür, dass die Studierenden die im Kurs erarbeiteten und oben beschriebenen Kriterien im Umgang mit Internet- quellen gelegentlich nicht im erforderlichen Maße beachten und manchmal dazu neigen, in die „gewohnten Gleise“ der studentischen Informationsrecherche zu- rückzufallen. Dies äußert sich dann beispielsweise darin, dass man Informationen aus Wikipedia letztlich doch in undifferenzierter Weise übernimmt oder die not- wendige Sorgfalt in der bibliographischen Verzeichnung der verwendeten Litera- tur außer Acht lässt.
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