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Volume Heft 11

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 41.2007 (Rights reserved)

Themen Betriebsorganisation 1124 Bibliotheksdienst 41. Jg. (2007), H. 11 Für den Besuch der Berater ist der Ablauf sorgfältig zu planen. Die auftraggebende Bibliothek legt den Partnern dazu einen Vorschlag vor. Deren Wünsche sind ggf. mit zu berücksichtigen. Neben einem Rundgang durch die Bibliothek und einer Einführung der Biblio- theksleitung zur strategischen Ausrichtung ist das Gespräch mit den Mitarbei- terinnen und Mitarbeitern der von der Beratung betroffenen Bereiche inhaltlich und im Zeitanteil der wesentliche Kern der Beratung. Die Gesprächspartner aus der Bibliothek sollten so ausgewählt werden, dass die Berater sich einen vollständigen und unverfälschten Eindruck verschaffen können. Gespräche sowohl mit als auch ohne Vorgesetzte („kopflose Gespräche“) führen zu einem umfassenderen Bild und liefern im Vergleich der beiden Perspektiven u.U. wichtige hinweise. Für eine Untersuchung der Betriebskultur eignen sich am besten Einzelgespräche (ein Berater – ein Mitarbeiter). Bei Sachfragen ist eine Auf- teilung der Beratergruppe dagegen ungünstig. Der Zeitumfang für die einzelnen Gespräche ergibt sich aus der inhaltlichen Ziel- stellung und der Gruppengröße. Der zeitliche Ablauf sollte hinreichend flexibel sein, dass kurzfristig sich bei den Beratern ergebender Klärungsbedarf ggf. noch durch weitere Gesprächspartner oder Verschiebung von Zeitanteilen befriedigt werden kann. Für eine konstruktive Beratungsatmosphäre sind nicht zuletzt geeignete Räume und reibungslose Organisation entscheidend. Die Berater stimmen vorher die Themenschwerpunkte und den Ablauf des Ge- sprächs ab. Sie legen fest, wer von ihnen die Moderation übernimmt und darauf achtet, dass die Gesprächsanteile ausgewogen und auf den Beratungsauftrag ausgerichtet sind. Die Protokollierung der Gespräche entlastet die Berater bei der Formulierung ihres Berichtes, erfordert aber die Freistellung eines geeigneten Mitarbeiters während des gesamten Besuchszeitraums und wird deshalb nicht immer zu leisten sein. Der Dialog der Berater untereinander und der Berater mit dem Auftraggeber gehört als fester Bestandteil zum Besuchsprogramm. Dafür müssen Zeitfenster eingeplant werden. Erste Eindrücke und hinweise können so unmittelbar bespro- chen und ggf. auch korrigiert werden. Für einen informellen Austausch und das persönliche Feedback bietet sich das gemeinsame Abendessen am Ende des ers- ten Besuchstages an. Aus der Zwischenbilanz können auch noch Modifikationen für die Gestaltung des zweiten Besuchstages entstehen. Es ergibt sich häufig, dass die Beratung zwischenzeitlich in einen Erfahrungs- austausch übergeht. Dies kann durchaus für beide Seiten nützlich sein. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass man immer wieder zur Beratung als der ver- bindlicheren Form zurückkehrt, um den vollen Nutzen aus den Begegnungen zu ziehen.
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