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Volume Heft 9/10

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 41.2007 (Rights reserved)

Notizen Bibliotheksdienst 41. Jg. (2007), H. 9/10 1033 • die Qualität und innovation der bibliothekarischen Arbeit, • ihre Zukunftsorientierung, • ihre nachhaltige Wirkung, • ihre attraktiven Serviceleistungen, • ihre medienwirksame Öffentlichkeitsarbeit und • ihr internationales engagement. Für die entscheidung, die Gefangenenbibliothek der JVA Münster als die „Biblio- thek des Jahres 2007“ auszuzeichnen, sprach vor allem: • Die grundlegende, beispielhafte Neugestaltung nach dem Vorbild der Stadt- bibliothek Münster als origineller, effektiver Bibliothek und der dadurch ge- wachsenen Qualität der Büchereiarbeit. • Die im geschlossenen Vollzug dieser Größe einzigartige Freihandausleihe mit einem aktuellen, vielseitigen, übersichtlich präsentierten Bestand in einem attraktiven und zentral gelegenen Raum. • Die hohe Professionalität, die sich in der konsequenten kundenorientierung ausdrückt, und bewirkt, dass 80% der Zielgruppe (528 haftplätze im ge- schlossenen Vollzug) die Bücherei nutzt. Auch die Medienausleihe ist in den vergangenen Jahren von 37,4 (2002) Ausleihen pro haftplatz auf 52,6 (2006) Ausleihen gestiegen. Der große Stellenwert der Bücherei bei den Benutzern zeigt sich auch in den ergebnissen einer Umfrage, die ergab, dass Lesen (79,1%) noch vor Fernsehen (71,8%) die beliebteste Freizeitbeschäftigung in der haftanstalt ist. Dies ist umso erstaunlicher, als viele Gefangene aus eher bildungsfernen Bevölkerungsgruppen stammen. • Die Bereitstellung von offline-katalogen auf den Abteilungen für die inhaf- tierten, mit der erstmals unter den gegebenen institutionellen Bedingungen – aus Sicherheitsgründen gibt es keine selbständig durch Gefangene nutz- bare vernetzte informationstechnologie – ermöglicht wird, künftig auch wei- tere informationen digital zugänglich und recherchierbar zu machen, und so die technische innovation weiter voran zu treiben. • Die konsequente Weiterentwicklung der Bibliothek und ihre nachhaltige Wir- kung als ein wichtiges instrument zur Resozialisierung inhaftierter Menschen. Die Bücherei ermöglicht inhaftierten eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung und Verbesserung ihrer Lesefähigkeit, indem sie aktuelle Medien zur Unter- haltung, Wissensförderung und Selbsterfahrung anbietet. • Durch den im Dezember 2006 gegründeten „Förderverein Gefangenenbü- chereien“ wurde die Grundlage dafür geschaffen, die modellhaften erfah- rungen in Münster nachhaltig überregional zu verbreiten. • Beeindruckend ist die vielfältige Öffentlichkeitsarbeit der Gefangenbücherei nach innen und nach außen. Die gute einbindung in die JVA zeigt sich in der intensiven Nutzung und der Unterstützung durch die Anstaltsleitung. Bemer-
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