Path:
Volume Heft 9/10

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 41.2007 (Rights reserved)

Informationsvermittlung Themen Bibliotheksdienst 41. Jg. (2007), H. 9/10 1023 Die Universität für Bodenkultur Wien ist eine relativ kleine Universität. es wäre daher schwierig, die notwendige Studierendenanzahl für ein Wahlfach pro Studi- engang zu erreichen. Deshalb wurde bewusst darauf verzichtet, für jeden Studi- engang extra spezifische kurse zu entwickeln. „Personalisiert“ wird das Wahlfach durch das direkte eingehen auf die jeweiligen Bedürfnisse der Studierenden. Die Studierenden, die am Wahlfach teilnehmen, stehen zumeist am Beginn ihrer ersten größeren wissenschaftlichen Arbeit (in der Regel Bachelor-Arbeit). Sie er- kennen in der Folge ihre Schwächen in Bezug auf Literatursuche, -beschaffung, etc. Dadurch ergibt sich die intrinsische Motivation an der Lehrveranstaltung teil- zunehmen. Diejenigen, die diese Art der Präsentation (Vorlesungsübung mittels Blended Learning) wählen, sind meist mit der Plattform vertraut und bevorzugen diese Art des Lernens. Studierende, die die passive Präsentation bevorzugen, neh- men an der ebenfalls von der Bibliothek angebotenen konventionellen Lehrver- anstaltung teil. Aus den Rückmeldungen der Lernenden kann ersehen werden, dass die Blended-Learning-Lehrveranstaltung hohe Relevanz für ihre Probleme hat und ihnen Sicherheit im Umgang mit Literatur bietet. Diejenigen Studieren- den, die sich während des Semesters abmelden, tun dies nach eigenen Angaben deshalb, weil sie Zeitprobleme haben (ein Wahlfach wird als erstes vernach- lässigt), bedauern dies aber zumeist. Erfahrungen im ersten Semester wurde die Anzahl der Studierenden, die sich für die Lehrveran- staltung anmelden konnten, auf 20 teilnehmende beschränkt. Die Beschränkung erfolgte, damit die Betreuung der einzelnen noch ohne zu großen Betreuungsauf- wand möglich war. Am Anfang des Semesters waren 11 Studierende angemeldet. Die relativ geringe Anzahl zeigt auch auf, dass die informations-Verbreitungs- kanäle der Bibliothek noch nicht wirklich greifen. im zweiten Semester überstieg die Anzahl der interessierten 20 teilnehmende und die höchstzahl musste auf 30 erweitert werden. Schlussendlich mussten doch einige interessierte abgewiesen werden. im zweiten Semester wurde die Lehrveranstaltung in englischer Sprache abgehalten. trotzdem waren die meisten der teilnehmenden Österreicher. Die Studierenden waren, laut eigenen Aussagen, abgesehen vom inhalt auch an einer englischen Lehrveranstaltung interessiert. Die Drop-out-Rate während des Semesters war relativ hoch. im ersten Semester absolvierten 5 Studierende den gesamten kurs, im zweiten Semester 11. Das liegt, soweit zu ermitteln war, hauptsächlich am zeitlichen Aufwand. Die meisten der teilnehmenden Studierenden standen am Anfang ihrer Bachelor-Arbeit, wie oben beschrieben. Viele unterschätzen die Mühe, die für wissenschaftliche Arbeiten aufgewendet werden muss,und wollen dann keinen zusätzlichen Aufwand für ein Wahlfach betreiben. Diesem Faktum ist schwer entgegenzuwirken. Der Sinn der
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.