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Volume Heft 9/10

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 41.2007 (Rights reserved)

Themen Bibliotheken 1008 Bibliotheksdienst 41. Jg. (2007), H. 9/10 ordnung des Bibliothekswesens in den hochschulen, für die Zusammenarbeit der Bibliotheken und für die Rationalisierung und qualitative Verbesserung der bibliothekarischen Arbeit.“37 Die Arbeitsgruppe, die „in fruchtbarem kontakt mit der „Planungsgruppe für das Bibliothekswesen der hochschulen in Nordrhein- Westfalen“ stand und durch elmar Mittler unterstützt wurde, legte ihre ergebnisse und empfehlungen bezüglich der Universitäten 1973, die für die übrigen hoch- schulen, den einsatz der Automatisierten Datenverarbeitung (ADV) sowie die ko- operation 1975 dem kultusminister und dem Landtag vor.38 Wenngleich die emp- fehlungen nicht verpflichtend waren, so hatte die Arbeit am Gesamtplan doch zahlreiche Veränderungen angestoßen (z.B. den Aufbau von Gesamtkatalogen, erhöhung der Ansätze für Lehrbuchsammlungen). Bei den empfehlungen für die Bibliotheken der Pädagogischen hochschulen wur- den bereits die geplante Umwandlung in wissenschaftliche hochschulen und die stark steigenden Studierendenzahlen berücksichtigt. Anhand der erhobenen Zah- len wird deutlich, dass diesen Veränderungen ende der 1960er Jahre durch eine signifikante erhöhung der kapazitäten Rechnung getragen wurde: Standen den Bibliotheken 1969 durchschnittlich noch rund 52.000 DM als haushaltsmittel zur Verfügung, so waren dies 1970 bereits rund 92.000 DM, 1971 schon 137.000 DM und 1974 ganze 191.000 DM. im letztgenannten Jahr kamen zum Ausgleich des Nach- holbedarfs jeweils weitere 20.000 DM und nochmals je 25.000 DM für den Aufbau von Lehrbuchsammlungen hinzu. Angesichts der damals geringeren Zahl jähr- licher Neuerscheinungen und niedrigerer Buchpreise waren das enorme Beträge. An den Pädagogischen hochschulen waren 1973, also wenig nach der Umwand- lung in wissenschaftliche hochschulen, durchschnittlich 2.139 Studierende ein- geschrieben, für die durchschnittlich 73.000 Bände (50.000 bis 98.100) und 323 laufende Zeitschriften (205 bis 478) zur Verfügung standen.39 Die Bibliotheken waren inzwischen durchschnittlich mit 11 Personalstellen ausgestattet (5 bis 16). Deutliches Zeichen für den neuen Status der Bibliotheken der Pädagogischen hochschulen war auch der Umstand, dass diese nun erstmals unter die Leitung von wissenschaftlichen Bibliothekaren gestellt wurden. 37 Arbeitsgruppe Bibliotheksplan Baden-Württemberg: Gesamtplan für das wissen- schaftliche Bibliothekswesen. Band 1: Universitäten. 2. Auflage. Pullach bei München : Verlag Dokumentation, 1973, S.7, 18ff. 1973 ist auch das Jahr, in dem auch der Bibliotheksplan 1973 erscheint. 38 Arbeitsgruppe Bibliotheksplan Baden-Württemberg: Gesamtplan für das wissen- schaftliche Bibliothekswesen. Band 2: hochschulen, ADV-einsatz, kooperation. München : Verlag Dokumentation, 1975. 39 Für 1973 liegen mir bezüglich der Studierenden nur Gesamtzahlen vor. im Winter- semester 1975/76 lag die Durchschnittszahl bei 2.369 Studierenden. Die Variations- breite lag zwischen 672 (Lörrach) und 4.223 (Freiburg).
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