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Volume Heft 5

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue40.2006 (Rights reserved)

Themen Informationsvermittlung 608 Bibliotheksdienst 40. Jg. (2006), H. 5 Johann Christian Senckenberg, Frankfurt10, sowie der USA-Bibliothek der Uni- versitätsbibliothek Mainz11. Die InfoPoint-Bibliotheken sind als Konsortium dem weltumspannenden Auskunftsnetzwerk QuestionPoint beigetreten und nutzen dessen Softwarepaket12. Zum Ende des ersten Betriebsjahres wurde eine ausführ- liche Evaluation des Dienstes vorgenommen und ein schriftlicher Bericht vorge- legt13. Darin heißt es: „Ein dezidiertes Qualitätsmanagement für Auskunftsdienste gibt es bisher an keiner der InfoPoint-Bibliotheken, weder für den konventionellen noch für den digitalen Rahmen.“ Zum Zeitpunkt der Evaluation hatte einzig die Stadtbücherei Frankfurt für ihre Mitarbeiter ein Papier entwickelt, das Vorgaben für die Struktur und Form von Antworten festlegt und somit eine praktische Hil- festellung gibt. Durch eine innerhalb der Kooperative weitergeleitete, recht knapp beantwor- tete Frage und damit eher durch Zufall wurde die InfoPoint-Arbeitsgruppe darauf aufmerksam, dass sich die Antworten der in den beteiligten Bibliotheken mit- arbeitenden Auskunftsbibliothekare offenbar in Umfang, Struktur und Qualität deutlich voneinander unterscheiden. Stichproben im Fragearchiv belegten dies eindringlich. Die Arbeitsgruppe beschloss darauf hin die Erarbeitung von Stan- dards, die eine durchgängig hohe Qualität sowie eine weitestgehend einheitliche Form und Struktur der Antworten garantieren sollen. Bei der Erarbeitung eigener Standards sollte auf bereits vorhandene, allge- mein gültige zurückgegriffen werden. Recherchen in diese Richtung führten im deutschsprachigen Bereich allerdings zu keinem Ergebnis14; immerhin verfügt aber die Deutsche Internetbibliothek über einen „Leitfaden E-Mail-Auskunft“15 und somit über eine Richtlinie, die für eine Vielzahl von Bibliotheken16 Gültigkeit besitzt. Trotz jahrelanger intensiver Diskussionen zum Thema Qualitätssicherung im deutschen Bibliothekswesen und entsprechender Initiativen spielt die Quali- 10 http://www.ub.uni-frankfurt.de 11 http://www.ub.uni-mainz.de/1745.php 12 Auch im InfoPoint-Konsortium wird bisher nur die E-Mail-Variante der Software eingesetzt. 13 Albrecht, Rita: Digitale Auskunft im Verbund. Ein Jahr InfoPoint Rhein-Main. In: Bibliotheksdienst, 39 (2005), H. 10, S. 1272–1296, auch online unter http://www.zlb.de /aktivitaeten/bd_neu/heftinhalte2005/Infovermittlung011005.pdf. Der Aufsatz ist eine überarbeitete und fortgeschriebene Version des internen Evaluationsberichtes. 14 Viele deutsche Bibliotheken haben trotzdem bestimmte örtliche Vorgaben für die Auskunft, die manchmal auch schriftlich fixiert sind. 15 http://www.internetbibliothek.de/DIB-Handbuch.htm#Mailauskunft 16 Mit Stand vom April 2006 sind über 90 öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken in der Deutschen Internetbibliothek zusammengeschlossen, s. http://www.internetbibliothek.de/wir_ueber_uns.jsp
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