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Volume Heft 12

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue40.2006 (Rights reserved)

Notizen 1458 Bibliotheksdienst 40. Jg. (2006), H. 12 Selbstverständnis hin zum aktiven Vermittler, der die heterogenen Bestandteile der Wissenswelten integriert und daraus ein verstehbares und aufeinander bezo- genes Ganzes macht. Martin Scheuplein von der UB Regensburg verdeutlichte in seinem Vortrag „Ein- satzmöglichkeiten der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek (EZB) in medizi- nischen Bibliotheken“ solch einen Ansatz konkret: Am Beispiel von MedPilot und PubMed stellte er den vom BMBF finanzierten neuen Verlinkungsdienst zwischen bibliografischen Datenbanken und der EZB vor. Damit wird, ganz im Sinne der neuen Rolle der Bibliothek, die bessere Integration von gedruckten und elektro- nischen Zeitschriften bei der Bestandspräsentation ermöglicht und die Rolle der Bibliothek als „Netzwerker“ gestärkt. Welche Möglichkeiten neue Medienformen bei der Netzwerkbildung für Biblio- theken bieten können, illustrierte Dr. Lothar Nunnenmacher von der Bibliothek der ETH Zürich am Beispiel der eBooks. Nach der durch die Perfektionierung von elektronischem Papier zu erwartenden erheblichen Ausbreitung von eBooks sieht er hier für Bibliotheken in naher Zukunft gleich zwei wichtige Rollen: Zum einen als Erschließer in bewährter und tradierter Weise (wobei jedoch zu beach- ten ist, dass durch eBooks tradierte Abgrenzungen zwischen den Medienformen an Praktikabilität verlieren werden), zum anderen als Vermittlungsinstanz, die eBooks zielgruppenorientiert und strukturiert aufarbeitet und mit anderen Infor- mationsressourcen vernetzt. Das für die digitale Bibliothek der Zukunft immer wichtiger werdende Feld des Informationsretrievals mittels der Unterstützung von Thesauri wurde gleich in zwei Vorträgen behandelt. Ulrich Korwitz von der Deutschen Zentralbibliothek für Medizin stellte das Morphosaurus-Projekt vor. Es geht dabei darum, die Un- zulänglichkeiten der herkömmlichen Stichwortsuche durch die Einbindung von semantischen Suchmechanismen zu überwinden: Suchanfragen werden durch ein kontrolliertes Vokabular gefiltert und so ein Thesaurus aufgebaut, der es dem Nutzer ermöglicht, auch Begriffe zu finden, die er zwar gemeint, aber in seiner Suchanfrage nicht explizit eingegeben hatte. Constantin Cazan von der Schering GmbH stellte neue Ansätze beim Subject Control und Retrieval des Thesaurus der Medline Database (MeSH) vor, mit denen die Grenzen traditioneller Thesauri (z.B. das Problem der unstrukturierten Texte und des Freitextretrievals) in Zukunft überwunden werden sollen. Ein weiteres wichtiges Feld für die Bibliothek der Zukunft, nämlich die Vermittlung von Informationskompetenz, wurde in mehreren Vorträgen behandelt. Christiane Wagner von der UB Leipzig berichtete am Beispiel des „Praktikum Medizinische Recherche“ über (positive) Erfahrungen mit einer ins Medizinstudium integrierten Schulungsveranstaltung. Es wurde deutlich, dass solche Schulungsveranstaltun-
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