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Volume Heft 7

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 39.2005 (Rights reserved)

THEMEN Bibliotheken man ein Modell mit zentraler Katalogisierung und dezentraler Erfassung der bibliotheksspezifischen Daten. Die zentral katalogisierten Daten der Verbund- datenbank werden über eine Online-Schnittstelle in den Lokalsystemen repli- ziert. Umgekehrt werden bibliotheksspezifische Daten und Exemplardaten im Lokalsystem erfasst und ins Verbundsystem überspielt. Das neue Verbundmodell des Bibliotheksverbundes Bayern Als man sich im Bibliotheksverbund Bayern nach einem ersten, bekanntlich missglückten Versuch Anfang des Jahres 2001 abermals ernsthaft mit dem Gedanken an ein neues Verbundsystem befasste, stellte man auch grundsätz- lich die Frage, ob das bisherige Verbundmodell weitergeführt werden sollte. Im ersten Schritt lud man die Hersteller der Systeme, die zu diesem Zeitpunkt in Deutschland präsent waren, OCLC/Pica und die Firma ExLibris, ein, ihre Produkte vorzustellen. In je zwei Workshops sollte die Leistungsfähigkeit von Pica und Aleph-500 geprüft werden, und zwar sowohl im Hinblick auf die technische Basis als auch auf den Komfort der Anwendung. Die Prüfung er- gab, dass beide Systeme gleichermaßen Raum boten für unterschiedliche Verbundmodelle. Im Anschluss an die Workshops wurde ein Arbeitskreis Datenmodell ins Le- ben gerufen, der ­ unabhängig von der Entscheidung für ein bestimmtes Sys- tem ­ bis Ende 2001 festlegen sollte, welches Verbundmodell künftig in Bay- ern Geltung haben sollte. Der Arbeitskreis setzte sich zusammen aus Vertre- tern der Fachkommissionen des Verbundes, der Verbundzentrale und der Hochschulrechenzentren. Man stellte die Vor- und Nachteile der möglichen Verbundmodelle gegenüber, berücksichtigte die bisherigen Erfahrungen und diskutierte über die Schnittstellen für das Zusammenspiel von Verbund- und Lokalsystemen. Grundsätzliche Prämisse war, dass mit der Einführung eines neuen Verbundsystems kein Zwang verbunden sein durfte, die bisher einge- setzten Lokalsysteme ­ 33 SISIS-Systeme und drei Bibliotheca-Systeme der Firma Bond ­ abzulösen. Allerdings sollte es in Zukunft möglich sein, auch andere Systeme anzubinden. Um dies zu erleichtern, sollten die Schnittstellen insgesamt einfacher werden. Der Arbeitskreis war zunächst in drei Interessensgruppen geteilt. Da war zum einen die Seite der Benützung, die vor allem die Sicht der Fernleihe vertrat. Sie wünschte im Verbundsystem mehr Informationen als bisher. Vor allem sollten die Exemplarinformationen, z.B. Signaturen und Standorte, die schon in der bisherigen Verbunddatenbank abgelegt waren, um Statusinformationen angereichert werden. Letztere hätten aus den Lokalsystemen ins Verbundsys- tem überspielt werden müssen. Mit einer derartigen Upload-Schnittstelle, be- schränkt auf Statusinformationen aus der Erwerbung, hatte man jedoch schon im alten Verbundsystem keine guten Erfahrungen gesammelt. 886 BIBLIOTHEKSDIENST 39. Jg. (2005), H. 7
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