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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 39.2005 (Rights reserved)

NOTIZEN Berlin: Baustelle der Staatsbibliothek im Netz Mit dem symbolischen ersten Spatenstich haben am Montag, dem 9. Mai, die Arbeiten für den neuen Lesesaal und die Tresormagazine der Staatsbibliothek Unter den Linden begonnen. 36 Meter in die Höhe, 30 Meter in die Breite und 35 Meter in die Länge wird der neue zentrale Lesesaal der Staatsbibliothek zu Berlin am Standort Unter den Linden wachsen. 2008 geht der Lesesaal in Be- trieb, ausgestattet mit 250 Leserplätzen und einer Kapazität von knapp 300.000 Bänden Freihandbestand. Dann wird das im Innenhof des Gebäudes als Lichtkubus ausgeführte Bauwerk nach Plänen des Architekten HG Merz weithin strahlen. Mit einem Bauvolumen vergleichbar dem des Reichstags ist es die größte Kultur-Baustelle Berlins. Der erste Spatenstich ist eine weitere Etappe in der vor 13 Jahren begonne- nen Instandsetzung des Gebäudes der ehemals Königlichen Bibliothek von Preußen, später Preußische Staatsbibliothek, seit 1992 Staatsbibliothek zu Berlin. Mit Neubau und Generalsanierung erhält das Gebäude Unter den Lin- den seine volle Funktionsfähigkeit als Bibliothek. Bisher wurden unter ande- rem die historischen Räume der Generaldirektion rekonstruiert (1993/94), rund 4.200 qm Hauptdachflächen (1995) und die Fundamente des gesamten Ge- bäudes (2001) saniert. Im Jahr 2000 setzte sich das Architekturbüro HG Merz als Sieger des internationalen Architekturwettbewerbs zur Ergänzung des Ge- bäudes mit einem zentralen Lesesaal und weiteren Neubauten durch. Bis En- de 2003 wurden die in den 1980er Jahren errichteten, jedoch in ihrer Baukon- struktion verfehlten Magazintürme im Inneren der Staatsbibliothek abgerissen. Auf der frei geräumten Fläche kann nun der neue Lesesaal, das funktionale Herzstück des Gebäudes, aufgebaut werden. Der Neubau, der im Jahr 2008 fertiggestellt sein soll, umfasst neben dem zentralen Lesesaal und dem angrenzenden Freihandmagazin auch einen Le- sesaal für seltene Drucke, Tresormagazine für die kostbarsten Bestände der Staatsbibliothek sowie einen Museums- und Ausstellungsbereich. Die Kapazi- tät an Leserplätzen steigt am gesamten Standort Unter den Linden auf 500. Der zentrale Lesesaal wird als weithin strahlender Lichtkubus an der Stelle des im Krieg beschädigten, später abgerissenen Kuppellesesaals stehen. Er wird den Höhepunkt einer eindrucksvollen Raumfolge bilden, die vom Brun- nenhof ­ einem Gartendenkmal ­ über den Treppenaufgang und das Vestibül reicht. Parallel zum Neubau läuft bis 2011 die Generalsanierung des 1914 eingeweih- ten Gebäudes. Das Informationszentrum für das historische Buch wird mit neuester Technik und mit 50.000 Bänden Freihandbestand bestückt, die Le- sesäle der Sonderabteilungen für Kartographica, Musikhandschriften- und 836 BIBLIOTHEKSDIENST 39. Jg. (2005), H. 6
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