Path:
Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 39.2005 (Rights reserved)

NOTIZEN An Stelle der angekündigten Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Barbara Schneider-Kempf, die aus dringenden Ter- mingründen kurzfristig absagen musste, vertrat Dr. Jutta Weber, stellver- tretende Leiterin der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin und Koordinatorin kooperativer Projekte und Dienstleistungen zur Auto- graphen- und Nachlasserschließung (MALVINE, Kalliope) die bibliothekarische Seite. Mit der Staatsbibliothek zu Berlin war auf dem Podium eine Institution vertreten, die als Teil der Stiftung Preußischer Kulturbesitz ständigen Kontakt mit dem Archivwesen (und Museumsbereich) hat. Dr. Marianne Dörr, Direktorin der Hessischen Landesbibliothek Wiesbaden und Moderatorin der Diskussion nannte in ihrer Einführung einige Koopera- tionsmotive aus unterschiedlichen Bereichen: Politisch: Der schärfere Wind in Ländern und Kommunen führt zur kritischen Überprüfung aller Ausgaben und Aufgaben. Fusionen und Integrationen von Einrichtungen sind nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel. Auf kom- munaler Ebene gibt es bereits Beispiele der Zusammenlegung von Archiven und Bibliotheken. Isolierte Lobbyarbeit können sich so kleine Sparten nicht leisten, nur ein gemeinsames Auftreten kann zu öffentlicher Wahrnehmung und zu sachgerechten Lösungen führen Fachlich: Die Zunahme von Online-Diensten führt dazu, dass die Nutzerschaft übergreifende Portale, die bibliothekarische und archivalische Bestände und Informationen integriert anbieten, erwartet ­ können Bibliotheken und Archive dem begegnen? Wie können Erschließungsverfahren so harmonisiert werden, dass komfortabel nutzbare Portale entstehen? Die Frage der Archivierung di- gitaler Dokumente und Applikationen betrifft beide Sparten ­ Erfahrungsaus- tausch, gemeinsame Forschung und Entwicklung ist hier noch notwendiger als im erprobten Kooperationsbereich der konventionellen Bestandserhaltung. Wilfried Reininghaus identifizierte in seinem Statement Felder der Über- schneidung archivarischer und bibliothekarischer Arbeit, die sich besonders für eine Kooperation eignen. Dabei ging er von den großen Arbeitsfeldern Sammeln, Erschließen, Verfügbarmachen und Erhalten/Archivieren aus. Beim Sammlungsauftrag sind Überschneidungen vor allem im Bereich der amtlichen Drucksachen zu verzeichnen, die heute, wie viele andere (graue) Materialien häufig bereits im Web erscheinen. Die Frage der Archivierung und Zugänglichhaltung des Internets ist deshalb ein wesentliches gemeinsames Aufgabenfeld. Allerdings ist ein wesentlicher Bestandteil der Sammeltätigkeit der Archive die Selektion, die Bewertung des Sammelguts und Reduktion des Angebotenen auf einen geringen Prozentsatz des tatsächlich übernommenen Archivguts. Hierin und in der Art der Erschließung sah Reininghaus wesentliche Unter- BIBLIOTHEKSDIENST 39. Jg. (2005), H. 6 827
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.